Belächelt, nett und brandgefährlich: Die Welt der „freien Männer“


In Deutschland starb ein Polizist durch Schüsse eines sogenannten
In Deutschland starb ein Polizist durch Schüsse eines sogenannten „Reichsbürgers“ / Bild: (c) APA/dpa/Daniel Karmann (Daniel Karmann)
Es klingt nach einem skurrilen Sammelbecken für Öko-Esoteriker, Anarchisten, Rechtsextreme oder Querulanten, tatsächlich sind Staatsverweigerer von „Freeman“ bis „Reichsbürger“ eine unterschätzte Gefahr.

Von Christine Imlinger | Die Presse.com

Auf der Welt läuft etwas schief. Die Banken sind zu mächtig, Steuern, überbordende Regeln, Konzerne, die der Pharmaindustrie zum Beispiel, die Ärzte bestechen, bestimmen unser Leben. Und der Umwelt geht es sowieso bald ans Eingemachte – wenn die Welt nicht zuvor in einem Atomkrieg untergeht. Und eigentlich, ja, da sollte alles anders sein. Da sollten wir gut miteinander umgehen, da sind wir spirituelle Wesen, die in Einklang mit der Natur, geerdet, gesund, in Liebe verbunden, leben wollen, nach Regeln universeller Moral.

Es klingt ja nicht so schlecht. Wer noch einen Funken Hippie-Romantik in sich hat, der kann sich für solche Gedanken vielleicht erwärmen, zumindest entspricht das dem Zeitgeist. Anders Leben, das kommt gut an. Wenn es nur nicht so naiv wäre – und gefährlich.

Die Szene der Aussteiger, Staatsverweigerer, „Freeman“, „Souveräne“ oder wie sie sich nennen, wächst. Mehr als 700 Aktivisten dieser Art sind Behörden namentlich bekannt. Kenner der Szene schlagen Alarm: Die Behörden müssen reagieren, Gesetze schaffen. Denn der Zulauf ist ungebrochen. In den USA gelten diese Bewegungen bereits als größte terroristische Bedrohung im Land. Dort haben Staatsverweigerer Parallelstrukturen wie Polizei und Gerichte hochgezogen, auch Morde gab es.

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