Schalldämpfer für Muezzin-Ruf


Verstimmung: Ein Gesetz soll eine maximale Lautstärke für den Gebetsruf festlegen. Ein Minarett in der Altstadt Jerusalems. Bild: AFP
Verstimmung: Ein Gesetz soll eine maximale Lautstärke für den Gebetsruf festlegen. Ein Minarett in der Altstadt Jerusalems. Bild: AFP
In Israel stören sich viele am lauten Gebetsruf für Muslime. Warum ausgerechnet ultraorthodoxe Juden gar nichts mit einem Lärm-Stopp anfangen können.

Von Daniel Estrin | Tages Anzeiger

Der erste Gebetsruf des Tages ertönt um fünf Uhr morgens. Damit ist für alle, die in der Umgebung einer Moschee wohnen, die Nachtruhe beendet. Nun hat ein Ministerausschuss in Israel ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Lautsprecher faktisch verbieten soll. Der prominenteste Unterstützer des sogenannten «Muezzin-Gesetzes» ist Ministerpräsident Benjamin Netanyahu.

«Ich kann nicht mehr zählen, wie oft sich Bürger aus allen Teilen der israelischen Gesellschaft, aller Religionen, bei mir über den Lärm beschwert haben», sagte Netanyahu in dieser Woche im Kabinett. Israel sei ein Land, das die Religionsfreiheit respektiere. «Israel ist aber auch verpflichtet, diejenigen zu schützen, die unter den übermässig lauten Rufen leiden», erklärte der Regierungschef.

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