Theologieprofessoren: Evangelische Kirche ist eine Behördenkirche


Lutherjahr

Gemeinden werden entmündigt und Pastoren zu Dienstleistern degradiert – Vorwurf: Wer nicht mit der EKD kooperiert, muss mit Konsequenzen rechnen

kath.net

Grundlegende Kritik am Zustand der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) üben die Theologieprofessoren Gisela Kittel (Bielefeld) und Eberhard Mechels (Westoverledingen/Landkreis Leer) in dem von ihnen herausgegebenen Buch „Kirche der Reformation? Erfahrungen mit dem Reformprozess und die Notwendigkeit der Umkehr“ (Vandenhoeck & Ruprecht/Göttingen). Entgegen den Grundanliegen der Reformation habe sich die evangelische Kirche heute weithin zu einer zentralistisch organisierten Behördenkirche entwickelt, in der die Gemeinden und ihre Vorstände entmündigt, haupt- und ehrenamtlich arbeitende Gemeindemitglieder verdrängt und Pastoren zu Dienstleistern degradiert werden. Ferner werde die Arbeit an der Basis durch rigorose Sparmaßnahmen immer mehr eingeschränkt. Die in dem Buch gesammelten Berichte und Dokumente sollen laut Kittel und Mechels den Umbauprozess der Kirche verdeutlichen.

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