„Thesenanschlag“ für mehr kirchliches Engagement gegen Tierleid

Themenbild: HP evangelisch.de. Screenshot: BB
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Mit einem „Thesenanschlag“ an das Hauptportal der Dortmunder Pauluskirche will der evangelische Pfarrer Friedrich Laker an die Kirchen in Deutschland appellieren, sich stärker für den Tierschutz einzusetzen.

evangelisch.de

Am kommenden Dienstag wolle er gemeinsam mit anderen Aktivisten einen Aufruf an die Spitzen der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland an die Kirchentür nageln, kündigte der Theologe am Donnerstag an.

Die Kirchenleitungen müssten endlich „ihre Stimmen hörbar und nachhaltig gegen das millionenfache Leid in der Massentierhaltung und den Tierversuchen erheben“, forderte Laker. Verfasser des Aufrufs sind der Vorstand des bundesweiten Netzwerks „Kirche und Tiere“ sowie Mitarbeiter des Kirchentags „Mensch-Tier-Schöpfung“, den Laker mitorganisiert.

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Tagesschau: Unseriöse Berichterstattung und Dünkel

Bild: heise.de/tp
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ARD-aktuell verschweigt al-Qaida in Aleppo. Für Chefredakteur Gniffke ist Telepolis „keine seriöse Quelle“

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Kann es sein, dass die Tagesschau in einer Komfortzone arbeitet, sozusagen im Himmel des Journalismus, unbelästigt von Einwänden und Fakten, die ihr Bild von der Welt Widersprüchen aussetzen?

Es gibt Anzeichen dafür. Vom Himmel her erreichte uns gestern eine Stellungnahme des Chefredakteurs von ARD-aktuell, Kai Gniffke, in der er Kritikern einer Tagesschau-Sendung „erneut“ darauf hinweist, dass der „Online-Dienst ‚Telepolis‘ für uns keine relevante seriöse Quelle darstellt“.

Da wir auch Seriosität, wie vieles andere Ehrwürdige, nicht unbedingt auf einen hohen Sockel stellen und dort in Ruhe lassen, sind wir solche Einwürfe gewöhnt. Artikel in Telepolis bieten ein großes Spektrum an Meinungen und Auffassungen, darunter finden sich immer auch solche, die überborden, was von anderen als Grenze der Ernsthaftigkeit empfunden wird.

Im konkreten Tagesschau-Fall liegt die Sache aber anders: Es geht nicht um Kommentare, sondern um den Umgang mit Informationen und Quellen. Hier ist Seriosität tatsächlich wichtig. Und hier bietet die mit großem Geld unterstützte und mit einem guten Team besetzte ARD ein kärgliches Bild, dessen Schwächen der Chefredakteur mit Überheblichkeit zu überspielen versucht. „Erneut“, könnte man hinzufügen.

Kai Gniffke antwortete auf eine Kritik von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer an einem Beitrag der Tageschau, der am 22.10. 2016 zur besten Sendezeit, wies es früher hieß, um 20 Uhr ausgestrahlt wurde. Der Betrag ist ab Minute 00:05:26 zu sehen.

Man braucht feine Ohren und eine gewisse Wachsamkeit, um hier sofort zu erfassen, was Bräutigam und Klinkhammer zu einem wütenden Schreiben veranlasst hat. Die beiden haben sie. Sie sind geschult. Beide arbeiteten früher für den NDR, Klinkhammer war zehn Jahre lang Redakteur der Tagesschau.

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US-Regierung : Homöopathische Produkte müssen Unwirksamkeit zugeben

Bild: RDF
Bild: RDF
Die US-Handelsbehörde FTC hat eine Grundsatzerklärung veröffentlicht, in der erklärt wird, dass von nun an alle freiverkäuflichen (OTC), homöopathischen Medikamente einen Hinweis enthalten müssen, dass sie wirkungslos sind.

Von Ben Traub | Richard-Dawkins-Foundation

Homöopathie ist eine Pseudowissenschaft, die zuerst im 18. Jahrhundert populär wurde, und Beschwerden mit winzigen Mengen des Erregers einer Krankheit behandelt, die diese ursprünglich ausgelöst hat. Diese werden dann soweit verdünnt, bis die Medizin nur noch ein Molekül auf 1000 Milliarden Milliarden Milliarden Moleküle Wasser enthält. Diese Lösung wird dann entweder in flüssiger Form oder, vermischt mit Zucker, in Form von Pillen eingenommen.

Entgegen den Aussagen und dem Glauben der Homöopathen gab es nie wissenschaftliche Beweise dafür, dass diese Behandlungen irgendwelche Beschwerden heilen können, und neueste Studien haben jede Behauptung, dass sie wirksam sind, gründlich entlarvt. Viele Ärzte sind im Gegenteil sehr besorgt, weil die Homöopathie bei einer Indikation bisweilen anstelle von richtiger Medizin verwendet wird.

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Was die Menschheit der Zukunft schuldet

foto: afp/toru hanai Wir hinterlassen den Menschen der Zukunft eine Umwelt, die von Raubbau und Zerstörung geprägt ist. Seit dem 20. Jahrhundert machen sich Philosophen Gedanken darüber, wie sich eine moralische Verpflichtung gegenüber den Nachgeborenen begründen lässt.
foto: afp/toru hanai Wir hinterlassen den Menschen der Zukunft eine Umwelt, die von Raubbau und Zerstörung geprägt ist. Seit dem 20. Jahrhundert machen sich Philosophen Gedanken darüber, wie sich eine moralische Verpflichtung gegenüber den Nachgeborenen begründen lässt.
Künftige Generationen erben einen malträtierten Planeten. Doch was gehen uns das an? Philosophin Monika Betzler über eine Ethik der Zukunft

Von Alois Pumhösl | derStandard.at

Der massive Einsatz von Ressourcen, der einem Teil der Weltbevölkerung ein Leben in – teils unverhältnismäßig hohem – Wohlstand ermöglicht, zeigt langsam seinen wahren Preis. Welche Auswirkungen die Ausbeutung fossiler Energieträger hat, beginnen wir erst heute, 200 Jahre nachdem die ersten Kohleflöze abgebaut wurden, in voller Tragweite zu verstehen. Jene, die diesen Rohstoff erstmals verwerteten, hatten keine Versauerung der Meere oder schmelzende Polkappen im Blick. Wie auch?

Die technologische Wirkmächtigkeit der Menschen ist gestiegen. Der potenzielle Einfluss auf die globalen Ökosysteme reicht bis zur vollkommenen Zerstörung der eigenen Lebensgrundlage. Welche Folgen lösen wir heute aus, die in weiteren 200 Jahren zum Problem werden? Und sollen uns diese Probleme überhaupt kümmern? Immerhin sind es nicht unsere Probleme, sondern jene der zukünftigen Menschen. Warum sollten uns die Interessen derer, die nach uns leben, etwas angehen?

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‚Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott …‘

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Hessen: SPD-Chef Schäfer-Gümbel schließt Rede mit diesem Zitat aus der „Internationalen“ – „Evangelische Kirche in Hessen und Nassau“ will dazu keinen Kommentar geben

kath.net

Mit einem Zitat aus der Internationalen, dem weltweit am weitesten verbreiteten Kampflied der Arbeiterbewegung, hat der hessische SPD-Vorsitzende, Thorsten Schäfer-Gümbel (Gießen), seine Rede auf dem Landesparteitag in Hanau beendet. Er schloss die gut einstündige Ansprache mit den Worten: „Es rettet uns kein höh‘res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun. Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!“. Der 47-Jährige erhielt für seine Ausführungen minutenlangen Applaus der 312 Delegierten. Zuvor hatte er seine Politikerkollegen dazu aufgerufen, im „Kampf um die Werte“ mutiger zu werden. Der Sozialdemokratie müsse es darum gehen, für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sorgen. „Es geht nicht nur um die Mitte, es geht um alle Menschen“, sagte der Politiker, der auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender ist. Grundlage für die SPD seien die Werte der Aufklärung und das Engagement für soziale Gerechtigkeit. Bei der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Fremdenhass gelte: „Gechillt war gestern, es geht um die Wurst.“ Die SPD müsse sich wegbewegen von einer „Wir-machen-das-für-dich“-Partei hin zu mehr Beteiligung. Schäfer-Gümbel wurde als Kind katholisch getauft und trat 2007 in die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ein. Er gehörte von 2010 bis 2015 der hessen-nassauischen Landessynode an.

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Iranischer Filmemacher Keywan Karimi inhaftiert

Muss für seine Kunst ins Gefängnis. Der iranische Filmemacher Keywan KarimiFoto: AFP
Muss für seine Kunst ins Gefängnis. Der iranische Filmemacher Keywan KarimiFoto: AFP
Der iranische Regisseur Keywan Karimi hat seine Haftstrafe in einem Teheraner Gefängnis angetreten. Er wurde wegen seiner Doku über Graffitis zu einem Jahr Gefängnis und 223 Peitschenschlägen verurteilt.

DER TAGESSPIEGEL

Der iranische Filmemacher Keywan Karimi ist wegen eines Dokumentarfilms über Graffitis in Teheran inhaftiert worden. Wie sein französischer Produzent François d’Artemare der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, wurde der 30-Jährige am Mittwoch festgenommen und ins Teheraner Ewin-Gefängnis gebracht, um eine einjährige Haftstrafe abzusitzen. Karimi hatte in „Writing on the City“ die politischen Graffitis auf den Mauern Teherans in der Zeit vom Sturz des Schahs 1979 bis zur Protestbewegung 2009 dokumentiert.

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Bayern baut muslimische Seelsorge in Gefängnissen aus

 Ein Imam beim Gebet: Bayern will mehr muslimische Seelsorger zur Betreuung muslimischer Häftlinge engagieren. In gut einem Drittel der Gefängnisse im Freistaat gibt es noch kein solches Angebot Quelle: REUTERS
Ein Imam beim Gebet: Bayern will mehr muslimische Seelsorger zur Betreuung muslimischer Häftlinge engagieren. In gut einem Drittel der Gefängnisse im Freistaat gibt es noch kein solches Angebot Quelle: REUTERS
Um einer Radikalisierung von Gefangenen durch Mithäftlinge vorzubeugen, will Bayern die Zahl muslimischer Seelsorger erhöhen. Im Freistaat sollen 40 Häftlinge einen islamistischen Hintergrund haben.

DIE WELT

Angesichts der Gefahr einer Radikalisierung in Gefängnissen will Bayern die seelsorgerische Betreuung muslimischer Gefangener ausbauen. Elf der 36 Anstalten haben keinen muslimischen Seelsorger, ergab eine Antwort auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Georg Rosenthal an die Staatsregierung, über die der Bayerische Rundfunk am Mittwoch berichtete.

Zum Stichtag 31. August waren mehr als 1700 Gefangene muslimischen Glaubens in bayerischen Gefängnissen inhaftiert, insgesamt waren damals knapp 11.000 Menschen in Haft. Bei gut 40 Häftlingen sahen die Sicherheitsbehörden der Anfrage zufolge einen islamistischen Hintergrund.

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Schwerer Rückschlag in der Alzheimer-Forschung

Ely Lilly erhoffte sich ein Milliardengeschäft mit einem Alzheimer-Mittel / Bild: APA/AFP/FREDERICK FLORIN
Ely Lilly erhoffte sich ein Milliardengeschäft mit einem Alzheimer-Mittel / Bild: APA/AFP/FREDERICK FLORIN
Die Alzheimer-Krankheit breitet sich rasant aus. Ein Hoffnungsträger-Medikament des Pharmakonzerns Eli Lilly fiel in einer wichtigen Studie durch.

Die Presse.com

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly meldet einen schweren Rückschlag in der Alzheimer-Forschung. Ein Hoffnungsträger-Medikament fiel nach Firmenangaben in einer wichtigen Studie durch. Das Mittel mit dem Namen „Solanezumab“ habe bei Patienten mit einer leichten Form von Demenz in einer großangelegten Phase-3-Studie den Gedächtnisabbau nicht verlangsamt, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Lilly kündigte daher an, in den USA keine Genehmigung der Arznei zu beantragen.

Manche Analysten hatten Solanezumab bislang Spitzenumsätze von mehr als fünf Milliarden Dollar jährlich zugetraut. Lilly rechnet für das vierte Quartal nun mit einer Sonderbelastung von 150 Millionen Dollar. Mitte Dezember will der Pharmakonzern neue Geschäftsprognosen präsentieren.

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CDU-Berliner Kreis: Christen-Heten mit Angst vor Diskriminierung

Ratzinger_HomoCDU: Konservativer Berliner Kreis veröffentlicht „Familienpolitische Forderungen“ – „Gender-Mainstreaming muss von den Lehr- und Ausbildungsplänen verschwinden.“

kath.net

Eine Stärkung der traditionellen Familie hat eine Gruppe konservativer CDU-Politiker und Publizisten – der sogenannte „Berliner Kreis“ – gefordert. „Die Union muss die politische Kraft an der Seite der Familien Deutschlands bleiben“, heißt es in einem am 22. November veröffentlichten Papier der Gruppe um den früheren hessischen Fraktionsvorsitzenden Christean Wagner (Lahntal bei Marburg). Neben ihm haben zehn Bundestagsabgeordnete die „Familienpolitischen Forderungen“ unterzeichnet. Zur Aussage im Grundgesetz, dass Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates stehen, heißt es: „Der Begriff Ehe meint dabei einzig und allein die Zweierverbindung von Mann und Frau.“ Diese staatliche Charakterisierung der Institution Ehe solle erhalten bleiben. Man erkenne zugleich an, dass es in der modernen Gesellschaft darüber hinaus andere Formen von Familie und Partnerschaft gebe. Die Darstellung von Vielfalt und der im Grundsatz richtige Einsatz für Toleranz dürfe aber „nicht in eine Diskriminierung der heterosexuellen Mehrheitsbevölkerung führen“.

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Hunde erinnern sich ähnlich wie wir

Hunde besitzen ein episodisches Gedächtnis - und knacken damit eine weitere, vermeintlich rein menschliche Domäne. © Unsplash/pixabay
Hunde besitzen ein episodisches Gedächtnis – und knacken damit eine weitere, vermeintlich rein menschliche Domäne. © Unsplash/pixabay
Kluge Vierbeiner: Das Gedächtnis der Hunde ist dem menschlichen ähnlicher als gedacht. Denn die Tiere können sich gut an vergangene Ereignisse erinnern – und das sogar dann, wenn sie etwas nur beobachtet haben. Sie besitzen damit ein episodisches Gedächtnis ähnlich dem unsrigen, berichten Forscher im Fachmagazin „Current Biology“. Der Hund hat damit eine weitere vermeintlich menschliche Domäne geknackt.

scinexx

Hunde sind nicht nur der sprichwörtlich beste Freund des Menschen, sie verfügen auch über eine beträchtliche Intelligenz – wie wohl jeder Hundebesitzer bestätigen würde. Die schlauen Vierbeiner verstehen unsere Gesten, Blicke und Worte und können sogar zählen – wenn auch etwas schlechter als Wölfe. Die große Lernfähigkeit der Hunde demonstriert zudem, dass Hunde ein sehr gutes prozedurales Gedächtnis besitzen: Sie können sich an einmal gelernte Fertigkeiten und Abläufe erinnern.

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Snowden im NSA-Ausschuss: Bundesregierung muss Farbe bekennen

Kollage: brightsblog
Kollage: brightsblog

Was hat Vorrang – die Aufklärung über die Überwachung durch die Nachrichtendienste oder der Schutz der Nachrichtendienste vor Aufklärung? Die Bundesregierung muss darauf endlich eine Antwort geben. Ein Kommentar.

Von Christian Bommarius | Frankfurter Rundschau

Eines steht fest: Die Anhörung des US-Whistleblowers Edward Snowden vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags wird nicht an juristischen Hürden scheitern, sondern am fehlenden Willen der Bundesregierung. Bisher hatte sich die Mehrheit des Ausschusses von Union und SPD geweigert, die Regierung um Amtshilfe zu bitten, also um die Zusicherung, dass Snowden nicht an die USA ausgeliefert werde, weil die Regierung eine solche Zusage nicht geben könne. Diesen vorauseilenden Gehorsam der Ausschussmehrheit gegenüber der Regierung hat der Bundesgerichtshof zurückgewiesen: „Die Entscheidung, ob von einer Auslieferung abgesehen werden kann, oder ob diese rechtlich geboten ist, obliegt der Bundesregierung, nicht dem Ausschuss.“

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AfD-Parteitag: Stimmzettel vernichtet, Kandidaten per Whatsapp ausgehandelt

© dpa AfD-Parteitag in Werl
© dpa AfD-Parteitag in Werl
Der Führungsstreit innerhalb der AfD könnte wieder losbrechen: Der NRW-Landesverband von Petrys Lebensgefährten Marcus Pretzell soll bei der Aufstellung der Landesliste Recht gebrochen haben. Das könnte auch Auswirkungen auf die Landtagswahl haben.

Von Justus Bender | Frankfurter Allgemeine

Auf einem AfD-Parteitag in Nordrhein-Westfalen zur Aufstellung der Wahlliste für die Landtagswahl im kommenden Mai ist es offenbar zu Rechtsbrüchen gekommen. Ein Mitglied der Zählkommission sagte der F.A.Z. am Mittwoch, es habe fünf Stimmzettel vernichtet, die in einer Urne vergessen worden waren. Dabei habe es sich um die dritte Stichwahl zwischen Frank Neppe und Michael Schild um Listenplatz drei gehandelt.

Nach Informationen der F.A.Z. liegt dem Landesvorstand eine eidesstattliche Versicherung vor, in der die Vernichtung der Wahlzettel bestätigt wird. Ein Gesprächsverlauf zwischen AfD-Mitgliedern während des Parteitages lässt zudem Zweifel an der Einhaltung des Wahlgeheimnisses aufkommen.

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De Maizière für klare Rollenverteilung von Staat und Kirche

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich für eine klare Rollenverteilung von Staat und Kirche ausgesprochen.

evangelisch.de

Stärker als dem Staat sei es der Kirche möglich, „im Namen der Barmherzigkeit und Nächstenliebe andere Schwerpunkte zu setzen und sich bestimmten Personen oder Gruppen besonders zuzuwenden“, heißt es in einem Beitrag des CDU-Politikers für die Beilage „Christ & Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“. Je konkreter und tagespolitischer kirchliche Wortmeldungen seien, desto „mehr werden sie aber auch weniger unterscheidbar zu anderen gesellschaftlichen Debattenbeiträgen“. Das müssten die Kirchen berücksichtigen.

De Maizière und andere Unions-Politiker reagierten damit auf eine Äußerung des bayerischen Finanzministers Markus Söder (CSU). Dieser hatte in der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ erklärt, die Kirchen sollten sich stärker auf den Glauben konzentrieren „und weniger Politik machen“. Natürlich dürften und müssten Kirchen mahnen, etwa zum Thema Flüchtlingspolitik, sie sollten „aber keine Ersatzpolitiker sein und keine Ersatzpartei“, so Söder.

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Aderlass für die türkischen Streitkräfte könnte Erdogan gefährden

Screenshot aus einem YouTube-Werbefilm für türkische Spezialeinheiten.
Screenshot aus einem YouTube-Werbefilm für türkische Spezialeinheiten.
Massenentlassungen auch im Militär haben zu Lücken geführt, schnell sollen 25000 Stellen vor allem bei Spezialeinheiten neu besetzt werden
 

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Gerade hat der türkische Präsident Erdogan wieder 15000 Staatsangestellte entlassen, neben Richtern auch Polizisten und Soldaten. Wieder wurden auch Zeitungen und Organisationen geschlossen. Der Vorwurf: „Kontakt mit Terrororganisationen, -gruppen oder -strukturen, die gegen die türkische nationale Sicherheit handeln“.

Insgesamt wurden mehr als 92.000 Menschen entlassen, so das Justizministerium, nach anderen Angaben sind es mehr als 110.000. Im Innenministerium alleine sind es fast 22.000, sagte der Innenminister.

Die Reinigung der türkischen Gesellschaft von allen, die nur den Anschein erwecken, gegen die AKP-Herrschaft zu sein, hat zwanghafte Züge angenommen. Kaum vorstellbar, dass die Entlassungs- und Verbotswelle schnell aufhören wird. Ist die Paranoia einmal zur Staatsraison geworden grassiert das Misstrauen oder die Verdachtskultur, was auch die Unsicherheit erhöht. Ziemlich wahrscheinlich ist, dass Erdogan, der weiterhin mit aller Macht seine Macht als Präsident seinem schon zuvor fertiggestellten gigantischen Sultanspalast anpassen will, irgendwann über diesen exzessiven Regime Change selbst zu Sturz kommen wird.

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Satireblatt: „Charlie Hebdo“ startet deutsche Ausgabe

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Die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ erscheint ab 1. Dezember auch in einer deutschen Ausgabe. Es ist der erste ausländische Ableger des Wochenblattes, auf dessen Redaktion Islamisten im Januar 2015 einen Anschlag verübten.

Frankfurter Rundschau

„Charlie Hebdo“ kommt nach Deutschland: Die bekannte französische Satirezeitung, die im Januar 2015 Ziel eines islamistischen Anschlags wurde, bietet bald eine deutsche Ausgabe an. Die erste Nummer wird am 1. Dezember mit einer Startauflage von 200.000 Exemplaren in den Handel kommen, wie eine „Charlie Hebdo“-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch sagte. Wieviele deutsche Exemplare der Wochenzeitung künftig gedruckt werden, ist noch nicht entschieden.

Für die deutsche Version werden vor allem Texte und Karikaturen des französischen Originals übersetzt. Vorgesehen sind aber auch eigens für die deutsche Ausgabe angefertigte Inhalte. Schon seit Monaten bereitet ein kleines Team aus Journalisten und Übersetzern das Projekt vor.

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Reichsbürger: Ein Abgrund an Polizeiverrat

© dpa Am Tatort in Georgensgmünd: Der Todesschütze war auf den Zugriff des Spezialeinsatzkommandos vorbereitet.
© dpa Am Tatort in Georgensgmünd: Der Todesschütze war auf den Zugriff des Spezialeinsatzkommandos vorbereitet.
Für die Ermittler des Polizistenmords in Georgensgmünd ist ein Albtraum wahr geworden: Der Todesschütze tauschte mit zwei Polizisten Nachrichten aus. Die drei unterhielten sogar eine Chatgruppe.

Von Albert Schäfer | Frankfurter Allgemeine

Im Fall des selbsternannten „Reichsbürgers“, der im Oktober in Georgensgmünd einen Polizisten erschoss, ist für die Ermittler ein Albtraum bittere Wahrheit geworden: Der Todesschütze Wolfgang P. stand vor der Tat in Kontakt mit zwei Polizeibeamten. Zwar gab es am Mittwoch keine Hinweise darauf, dass P. unmittelbar vor dem Zugriff gewarnt wurde. Doch was am Nachmittag auf einer Pressekonferenz von Polizeiführung und Staatsanwaltschaft vorgetragen wurde, reichte, um in einen Abgrund an Polizeiverrat zu blicken. Die beiden Polizisten tauschten sich nicht nur über eine Gruppe in „WhatsApp“ mit P. aus; einer von ihnen forschte in Polizeicomputern im August auch nach Informationen über P. und teilte ihm das Ergebnis mit.

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Soziologe Joas warnt Kirchen vor erhobenem Zeigefinger

Der Soziologe Hans Joas hat die Kirchenleitungen vor der Ausgrenzung Andersdenkender gewarnt. 

evangelisch.de

„Die Kirchenleitung darf nicht einfach ihre Position für die einzig christliche erklären und damit andere, die zu anderen politischen Schlussfolgerungen gelangen, in die Ecke stellen und ausgrenzen“, sagte der 67-jährige Sozialphilosoph der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt„. „Die evangelische Kirchenführung in Deutschland tut derzeit so, als würde aus dem Ethos des Christentums eindeutig ein Eintreten für eine liberale Migrationspolitik folgen. Das ist aber nicht so.“ Deshalb dürften die Gegner einer liberalen Migrationspolitik nicht in den Anruch des Unchristlichen gebracht werden, betonte Joas.

„Religion ist nicht Moral. Und Kirche sollte auch keine Agentur sein, sollte sich nicht mit ihrer Nützlichkeit anpreisen“, fügte Joas hinzu.

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Türkei: Schriftstellerin Asli Erdogan trotz Freispruch in Haft

Demonstrationen für die international bekannte Autorin. / Bild: APA/dpa/Oliver B
Demonstrationen für die international bekannte Autorin. / Bild: APA/dpa/Oliver Berg
Die türkische Schriftstellerin und Journalistin Asli Erdogan wird nach Angaben ihres Anwalts doch nicht aus dem Gefängnis entlassen. Ein Gericht habe zwar die Freilassung der 49-Jährigen in einem gegen sie laufenden Verfahren wegen „Versuch der Zerstörung der nationalen Einheit“ angeordnet, sagte Rechtsanwalt Erdal Dogan am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Die Presse.com

Wegen eines anderen Anklagepunkts, der mutmaßlichen „Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“, müsse sie aber bis zu ihrem Prozess in Haft bleiben. Dasselbe gilt für die ebenfalls inhaftierte 70-jährige Autorin und Übersetzerin Necmiye Alpay.

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‘Time for a tree and a rope’: Texas judge calls for a lynching after seeing black suspect’s mugshot

Burnet County Judge James Oakley made racist comments on Facebook (Facebook.com)
Burnet County Judge James Oakley made racist comments on Facebook (Facebook.com)
A judge in Burnet County, Texas is under fire for a racist comment he made on Facebook about a black suspect accused of murdering a police officer.

By David Ferguson | RawStory

According to the Austin Statesman, County Judge James Oakley is under fire for typing “Time for a tree and a rope” under a mugshot of accused cop-killer Otis Tyrone McKane, who was arrested on Monday in San Antonio and charged with the shooting death of police Det. Benjamin Marconi.

Oakley has since taken down the post, but blogger Larry Landaker of PEC Truthwatch was able to take a screen capture of the offensive comment before it disappeared.

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Holocaust Museum Says Calls to Donate Nazi Memorabilia are ‘Skyrocketing‘

 Nazi political and civil badges and insignia, Fort Lewis Military Museum, Fort Lewis, Washington, USA. Image: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0 / Joe Mabel
Nazi political and civil badges and insignia, Fort Lewis Military Museum, Fort Lewis, Washington, USA. Image: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0 / Joe Mabel
During World War II, an estimated 12 percent of the American population served in the armed forces. Many soldiers returned with Nazi artifacts like swastika-emblazoned armbands, helmets, or medals from the Third Reich; spoils of war stolen as reminders of the battles they had just fought.

By Sarah Emerson | MOTHERBOARD

Now, two weeks after the presidential election of Donald Trump—a figure who successfully galvanized groups of white supremacists—descendants of these soldiers are more than eager to rid themselves of the Nazi memorabilia that lay hidden in forgotten footlockers and attics.

According to the Virginia Holocaust Museum, one of the several educational institutions dedicated to the most horrible atrocities of World War II, donation offers from owners of Nazi artifacts have quadrupled since Trump’s election.

“Kids or grandkids are going through their attics, finding this stuff and thinking to themselves, “Oh, we really need to do something with this,’” Tim Hensley, director of collections at the Virginia Holocaust Museum, told me in a phone call.

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