Aderlass für die türkischen Streitkräfte könnte Erdogan gefährden


Screenshot aus einem YouTube-Werbefilm für türkische Spezialeinheiten.
Screenshot aus einem YouTube-Werbefilm für türkische Spezialeinheiten.
Massenentlassungen auch im Militär haben zu Lücken geführt, schnell sollen 25000 Stellen vor allem bei Spezialeinheiten neu besetzt werden
 

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Gerade hat der türkische Präsident Erdogan wieder 15000 Staatsangestellte entlassen, neben Richtern auch Polizisten und Soldaten. Wieder wurden auch Zeitungen und Organisationen geschlossen. Der Vorwurf: „Kontakt mit Terrororganisationen, -gruppen oder -strukturen, die gegen die türkische nationale Sicherheit handeln“.

Insgesamt wurden mehr als 92.000 Menschen entlassen, so das Justizministerium, nach anderen Angaben sind es mehr als 110.000. Im Innenministerium alleine sind es fast 22.000, sagte der Innenminister.

Die Reinigung der türkischen Gesellschaft von allen, die nur den Anschein erwecken, gegen die AKP-Herrschaft zu sein, hat zwanghafte Züge angenommen. Kaum vorstellbar, dass die Entlassungs- und Verbotswelle schnell aufhören wird. Ist die Paranoia einmal zur Staatsraison geworden grassiert das Misstrauen oder die Verdachtskultur, was auch die Unsicherheit erhöht. Ziemlich wahrscheinlich ist, dass Erdogan, der weiterhin mit aller Macht seine Macht als Präsident seinem schon zuvor fertiggestellten gigantischen Sultanspalast anpassen will, irgendwann über diesen exzessiven Regime Change selbst zu Sturz kommen wird.

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