Israel: Es wird brenzlig für Netanjahu


Screengrab Times of Israel
Screengrab Times of Israel
Der Anwalt des israelischen Premierministers vertritt gleichzeitig den Repräsentanten des U-Boot-Herstellers Thyssen Krupp.
 

Von Inge Günther | Frankfurter Rundschau

 

In die Affäre um den Ankauf deutscher U-Boote hat sich jetzt die israelische Polizei eingeschaltet. Aufgrund neuer belastender Informationen aus dem Verteidigungsministerium ordnete Israels Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit am Mittwochabend eine Untersuchung an. Sie soll vor allem die Rolle des persönlichen Anwalts von Premier Benjamin Netanjahu klären, der zugleich den Israel-Repräsentanten von Thyssen Krupp Marine System, die deutsche Lieferfirma der U-Boote, vertritt. Sollte Netanjahu von diesem Interessenkonflikt gewusst haben, was er bestreitet, könnte es auch für den israelischen Regierungschef brenzlig werden.

Es besteht Verdacht, dass besagter Anwalt, David Schimron, ein Verwandter von Netanjahu, seine Kontakte ins Premierbüro nutzte, um das milliardenschwere Geschäft voranzubringen. Neben drei bestellten U-Booten, Stückpreis je rund 500 Millionen Euro, geht es bei dem Deal um hochmoderne Kampfboote aus Deutschland, die Israel zum Schutz seiner Gasfelder im Mittelmeer anschaffen will. Schimron beteuert zwar, weder mit dem Premier noch sonstigen Regierungsstellen darüber gesprochen zu haben.

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