Affenweibchen fördern aggressives Verhalten von Männchen


Grünmeerkatzen. Foto: Wouter van Vllet. Lizenz: CC BY 2.0
Grünmeerkatzen. Foto: Wouter van Vllet. Lizenz: CC BY 2.0
Beobachtung von Grünmeerkatzen zeigt, dass die weiblichen Tiere positive und negative Verstärker einsetzen, um die männlichen zur Teilnahme an Gruppenkämpfen zu bewegen
 

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

In einer in der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the Royal Society erschienenen Studie mit dem Titel „„Female monkeys use both the carrot and the stick to promote male participationin intergroup fights“ zeigen die Schweizer Forscher Jean Marie Arseneau-Robar, Anouk-Lisa Taucher, Eliane Müller, Carel van Schaik, Redouan Bshary und Erik Willems, dass Grünmeerkatzenweibchen in Südafrika Kämpfe zwischen männlichen Artgenossen nicht nur passiv dulden, sondern Männchen aktiv dazu motivieren, mit anderen Männchen zu kämpfen.

Diesen Anreiz schaffen sie sowohl mit Zuckerbrot“, als auch mit der „Peitsche“: Als positiven Verstärker widmen sie Männchen, die sich an solchen Kämpfen beteiligen, bei der Fellpflege und bei anderen sozialen Aktivitäten deutlich mehr Aufmerksamkeit als solchen, die sich heraushalten. Letztere werden mit negativen Verstärkern konfrontiert, indem man sie demonstrativ ignoriert oder aggressiv zurückweist. Dadurch sinkt ihr Status innerhalb der Gruppe.

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