Ein paar Schreckensmeldungen vor der Schweizer Abstimmung über AKW-Laufzeiten


Gegner einer Altersbegrenzung für Schweizer AKW operieren mit fragwürdigen Zahlen über den deutschen Atomausstieg

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Jemand Interesse an einem AKW? Der Schweizer Energiekonzern Alpic würde gerne seine beiden Atomkraftwerke in Gösgen und Leibstadt los werden. Der französische Atomkonzern EDF soll abgewunken haben, berichtet die Welt. Auch dem Schweizer Bund sei ein Franke für die beiden Meiler zu viel gewesen. Die Meiler sind derzeit offensichtlich ein schlechtes Geschäft. Insgesamt fahre die Schweizer Stromproduktion gegenwärtig zwei Milliarden Franken (1,86 Milliarden Euro) Verluste ein.

Das hält Alpic aber nicht davon ab, in der am Sonntag anstehenden Volksabstimmung für ein Nein zum Atom-Ausstieg bis 2029 zu werben. Wie berichtet, sieht das vorgeschlagene Gesetz vor, dass Schweizer AKW künftig nach 45 Betriebsjahren abgeschaltet werden müssen. Die ersten drei kleineren Reaktoren, rund ein Drittel der Schweizer AKW-Leistung, wären dann bereits mit dem etwaigen Inkrafttreten des Gesetzes im nächsten Jahr fällig. Das letzte, Leibstadt, müsste 2029 den Betrieb einstellen.

Für ein Ja zur Ausstiegsinitiative werben neben den Grünen und Sozialdemokraten auch ein Teil der bürgerlichen Parteien und der Wirtschaft. Außerdem die Gewerkschaften, die Kleinbauernvereinigung und diverse Umweltverbände. Zu letzt lagen die Befürworter in Umfragen knapp vorn. Dagegen sind unter anderem die rechtsliberale FDP, die rechte, einwandererfeindliche SVP, die Auto-Partei und der Arbeitgeberverband.

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