Sterbefasten: Ein selbstbestimmtes Ende ohne Qual


Letzte Liebesdienste. Wenn der Körper schwächer wird, ist Unterstützung umso wichtiger.Foto: Patrick Pleul, picture alliance / dpa
Letzte Liebesdienste. Wenn der Körper schwächer wird, ist Unterstützung umso wichtiger.Foto: Patrick Pleul, picture alliance / dpa
Nicht mehr zu essen und zu trinken, kann eine selbstbestimmte Art des Sterbens sein. Doch das erfordert eine gute Begleitung.

Von Adelheid Müller-Lissner | DER TAGESSPIEGEL

„Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen, die Jugendstunden sind, wie lang, wie lang verflossen, April und Mai und Julius sind ferne, ich bin nichts mehr, ich lebe nicht mehr gerne.“ Dem alten Menschen, der in diesen Hölderlin-Versen zu Wort kommt, hat das Leben offensichtlich geschmeckt. Doch nun wirkt er oder sie „lebenssatt“. Möglicherweise wegen der Schmerzen, Einschränkungen und Beschwerlichkeiten, die eine Krankheit und das Alter mit sich bringen.

13 Tage nach ihrem Entschluss, von nun an nichts mehr zu essen und zu trinken, ist eine hoch betagte Dame gestorben. Jetzt, im Abstand von vier Jahren, schreibt ihre Tochter über diese letzte Zeit im Leben ihrer Mutter („Sterbefasten. Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit. Eine Fallbeschreibung“, Mabuse 2016). Berichtet über einen letzten eigenständigen Plan, über die emotionalen Turbulenzen, in die er die Angehörigen stürzte, über die Willensstärke, die er erforderte, und über einen letztlich ganz friedlichen Tod.

weiterlesen

Ein Gedanke zu “Sterbefasten: Ein selbstbestimmtes Ende ohne Qual

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s