Dakota Access Pipeline: Gefährlich und ohne Respekt


Bau der Dakota Access Pipeline in Iowa. Foto: Carl Wycoff/CC BY 2.0
Bau der Dakota Access Pipeline in Iowa. Foto: Carl Wycoff/CC BY 2.0
Seit Monaten protestieren amerikanischen Ureinwohner gegen die geplante Öl-Pipeline, die vier US-Bundesstaaten durchqueren soll

Von Susanne Aigner | TELEPOLIS

Die Dakota Access Pipeline (kurz: DAPL), die inzwischen zur Hälfte fertig ist, kostet 3,7 Milliarden Dollar und transportiert täglich etwa eine halbe Millionen Tonnen Erdöl aus den Ölfeldern in Stanley, North Dakota, nahe der kanadischen Grenze, nach Patoka und Illinois, von hier aus in die Raffinerien der Golf- und Ostküste. So lautet jedenfalls der Plan.

Glaubt man dem Betreiber Energy Transfer Partners, bringt das Bauprojekt Millionen von Dollar ein und schafft tausende Arbeitsplätze. Das Unternehmen werde die Interessen der Landeigentümer wahren und dem lokalen Umweltschutz Gewicht verleihen. Das sehen die Indianer freilich anders.

„Wenn die schwarze Schlange über das Land kommt, wird unsere Welt enden“, lautet die Prophezeiung der Lakota- Stammesältesten. Die schwarze Schlange – das ist in den Augen ihrer Nachfahren die geplante Pipeline, welche Mutter Erde zerstören wird und die es zu bekämpfen gilt. Die Pipeline gehe durch das Land seiner Urahnen, beklagt Dean DePountis, Anwalt und Anführer der seit Monaten andauernden Proteste (vgl. dazu Mit Trump gegen Indianerrechte?).

Heilige indianische Begräbnisstätten und kulturelle wichtige Orte würden entweiht. Tatsächlich fanden Forscher in der Nähe von Standing Rock Felsengräber, die für die Nachfahren der Indianer von historischer Bedeutung sind.

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