Tortur in Libyen: Mittelmeer-Flüchtlinge: „Sie verkaufen uns wie Fisch“


Libyen © Ben Sutherland @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Libyen © Ben Sutherland @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die „Sea Watch“ rettet erschöpfte Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Manche haben die Überfahrt schon mehrfach gewagt, wurden aber von der libyschen Küstenwache abgefangen. Zurück in Nordafrika schufteten sie für Schleuser – bis zum nächsten Versuch.

Von Christian Ditsch | MiGAZIN

Bubakas verwaschenes T-Shirt ist mit Namen übersät. Alle, die den 18-Jährigen in den vergangenen drei Jahren begleiteten, haben unterschrieben. Viele der Weggefährten leben nicht mehr. Es waren Jahre der Flucht.

Bubaka war 15, als er mit einem Freund aus seiner Heimatstadt Serekunda im westafrikanischen Gambia aufbrach – in eine lebenswerte Zukunft in Europa. Zuhause schaffte er es nicht, genug Geld für seine Familie zu verdienen. Das war 2014. Als Bubaka von der Besatzung der „Sea Watch 2“ Ende Oktober 2016 vor der libyschen Küste gerettet wird, ist er 18. Es war sein dritter Anlauf, über das Mittelmeer zu gelangen.

Nicht alle haben es geschafft

Was Bubaka seit seinem Aufbruch erlebt hat, kann er kaum in Worte fassen. Mit Blick auf die Unterschriften auf seinem T-Shirt sagt er: „Von ihnen haben es nicht alle bis Libyen geschafft.“ Einige hätten auch die fürchterlichen Umstände in Libyen nicht überlebt, so auch sein Freund, mit dem er sich zusammen auf den Weg gemacht hatte.

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