Alternativmedizin: Starb der kranke Ryan, weil ihm die Mutter Öl gab?


Bild: svz.de
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Tamara L. lehnt die Schulmedizin ab und setzt auf „natürliche Heilmittel“. Für ihren Sohn könnte das fatal gewesen sein. Die Mutter steht jetzt vor Gericht. Der Verdacht ist schwerwiegend.

Von Michael Remke | DIE WELT

Ryan Lovett war schwerkrank. Der sieben Jahre alte Junge aus dem kanadischen Calgary litt unter hohem Fieber, klagte über kaum zu ertragende Halsschmerzen. Er schniefte, hustete und hatte sichtbar Mühe beim Atmen. Eine ganz gewöhnliche Grippe, glaubte seine Mutter Tamara L. und gab ihm zur Behandlung Hausmittel wie Löwenzahn-Tee und Oregano-Öl. Mit ihrem Sohn zum Arzt zu gehen kam der Frau, die die moderne Medizin ablehnt und auf „natürliche Heilmittel“ schwört, nicht in den Sinn.

Selbst als sich der Zustand des Kleinen von Tag zu Tag verschlechterte und Freunde sie aufforderten, doch endlich mit ihrem Kind in eine Klinik zu gehen, lehnte die Alleinerziehende jede Hilfe ab. Zehn Tage dauerte das Leiden des Jungen. Dann war Ryan tot. Eine Autopsie ergab später, dass der Junge an einer Streptokokken-A-Infektion gestorben war – eine einfache Behandlung mit Antibiotika hätte ihm vermutlich das Leben gerettet.

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