Landgericht Hamburg zwingt Facebook zum Einsetzen von Metadaten in Foto


Mit dem Exif Viewer lassen sich Metadaten einsehen. Bild: heise Download
Mit dem Exif Viewer lassen sich Metadaten einsehen. Bild: heise Download
Der Social-Media-Konzern will das Urteil, dass neue Abmahnmissbrauchsmöglichkeiten öffnen könnte, nicht kommentieren

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

In einer jetzt bekannt gewordenen Entscheidung mit dem Aktenzeichen 308 O 48/15 hat das Landgericht Hamburg der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge dem Social-Media-Marktführer Facebook verboten, “in Fotodateien hinterlegte Informationen automatisch zu entfernen”. “Damit”, so die Zeitung (deren Sicht sehr derjenigen des Fotografen entspricht, der geklagt hatte) sei “es künftig leichter, die Authentizität spektakulärer Bilder zu überprüfen”.

Der Pressefotograf und Metadaten-Programmierer Frank Nocke sieht das etwas anders. Er weist darauf hin, dass es nicht um eine Entfernung von Metadaten gehen kann, weil Bilder beim Upload in Soziale Netzwerke neu angelegt werden, wobei man üblicherweise nur den Bildinhalt kopiert.

Das macht man nicht nur deshalb so, weil Bilder beim Upload aus der Kamera häufig viel zu groß sind, sondern auch aus Sicherheitsgründen: Bilddateien können nämlich Schadcode enthalten. Das gilt auch für die Foto-Metadaten, die beispielsweise Textstrings zur SQL-Einschleusung nutzen können. Müsste Facebook alle Bilder unverändert übernehmen, dann würde das Unternehmen die Geräte von inzwischen 1,65 Milliarden Nutzer Malware-Angriffen aussetzen.

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