Warum Snowden auch in der Schweiz nicht vernommen wurde


Kollage: brightsblog
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Washington machte Bern ein Angebot, das man nicht ablehnen konnte

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Zwischenzeitlich sah es für Whistleblower Edward Snowden in der Schweiz ganz gut aus. Dort interessierte man sich dafür, was der Insider über seine Arbeit etwa in Genf zu sagen hatte. Denn die US-Geheimdienste hatten die Gastfreundschaft der Schweizer bereits anderweitig strapaziert, in dem sie sich über die erklärte Ablehnung hinwegsetzten, ihre Liegenschaften auf Schweizer Boden mit eigenen Sicherheitsdiensten zu observieren. Zudem nutzte die NSA sowohl die US-Botschaft als auch die US-Mission bei der UNO als Standort für Abhörtechnik.

Die Schweizer Staatsanwaltschaft kam 2014 zu dem Schluss, dass man Snowden bei freiem Geleit verhören könne und wolle (vgl. Gutachten: Snowden könnte in der Schweiz auf freies Geleit hoffen). Damit nicht genug, ließ man die privaten Sicherheitsfirmen der US-Spione durchsuchen, fand jedoch nichts, was nach neun Monaten Vorwarnung auch eher überraschend gewesen wäre. Nicht nur die Justiz, sondern auch Oppositionsparlamentarier wollten Snowden in der Schweiz vernehmen. Doch dann verliefen die Dinge auf einmal im Sande.

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