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Großbritannien: Muslimische Kassiererin verkauft keinen Wein

Supermarktkette „Tesco“ entschuldigte sich bei Lee Saunders, weil sich eine kopftuchtragende Kassiererin weigerte, ihm eine Weinflasche zu verkaufen – Vorfall führt in Großbritannien zu Diskussionen

kath.net

Lee Saunders wurde an einer Supermarktkasse abgewiesen, weil er neben Weihnachtsgeschenken auch Wein kaufen wollte. Darüber berichtete die britische Tageszeitung „The Sun“. Die „Tesco“-Angestellte im Londoner Vorort Feltham, die nach Angaben der „Sun“ ein Kopftuch trug, bat Saunders, sich an einer anderen Kasse anzustellen. Ein Vorgesetzter schritt ein und forderte die Kassiererin auf, den dreifachen Familienvater Lee zu bedienen. Die Supermarktkette „Tesco“ entschuldigte sich später bei Lee und erklärte ihm, die junge Kassiererin habe ihn „aus religiösen“ Gründen nicht bedient. Nach Angaben von Lee hat sich offenbar auch die Kassiererin nachträglich entschuldigt.

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Forscher sollen Radikalisierung im Gefängnis verhindern

 Die Islamwissenschaftler Mustafa Doymus und Luay Radhan haben einen Blick auf potenzielle islamistische Terroristen in den Gefängnissen Quelle: dpa
Die Islamwissenschaftler Mustafa Doymus und Luay Radhan haben einen Blick auf potenzielle islamistische Terroristen in den Gefängnissen Quelle: dpa
Rund 3000 Muslime sind in NRW inhaftiert. Laufen diese Gefangenen Gefahr, von Islamisten radikalisiert zu werden? Zwei Wissenschaftler sollen der Frage vor Ort auf den Grund gehen und die Bedrohung abwenden.

DIE WELT

Das Gefängnis von Remscheid liegt auf einer Anhöhe und ist ein düsterer, 110 Jahre alter preußischer Bau. Dunkel und umkreist von Vögeln reckt sich der Turm der Anstalt in die Höhe. Einheimische nennen den Knast nur „die Burg“.

Mustafa Doymus, 37, und Luay Radhan, 37, haben ein paar Tage gebraucht, um sich an ihre neue Arbeitsumgebung zu gewöhnen. Die beiden Islamwissenschaftler sollen aufpassen, dass der Islamismus sich in den 36 nordrhein-westfälischen Gefängnissen nicht wie eine Epidemie ausbreitet.

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Mixed-Martial-Arts: Minderjähriger Flüchtling als Käfigkämpfer eingesetzt

 Mann am Boden: Moustafa A. krümmt sich nach dem Kniestoß von Ysopov (l.) Quelle: Moustafa Ahmadiazariy Kryvosheyev
Mann am Boden: Moustafa A. krümmt sich nach dem Kniestoß von Ysopov (l.) Quelle: Moustafa Ahmadiazariy Kryvosheyev
Ein afghanischer Flüchtling steigt bei Deutschlands größter Mixed-Martial-Arts-Serie in den Käfig und erleidet einen doppelten Kieferbruch. Ein Skandal. Denn Moustafa A. war noch minderjährig.

Von Ibrahim Naber | DIE WELT

Vorsichtig tapst Moustafa A. aus dem Bad seines Zimmers im Unfallkrankenhaus Berlin. Sein Händedruck ist schwach, die Begrüßung knapp, der junge Afghane spricht kaum Deutsch. Wenig später packt Moustafa A. diverse Schmerzmittel und Klamotten in eine Tasche. An seiner Wange sind dunkelblaue Fäden zu sehen, die dort eine Wunde zusammenhalten. Überbleibsel einer Operation, die Chirurgen wenige Tage zuvor bei ihm durchführen mussten.

Es ist eine knappe Woche nach einem spektakulären Käfigkampf, der dem jungen Mann einen doppelten Kieferbruch bescherte – und kurioserweise auch den Sieg bei seinem offiziell ersten Mixed-Martial-Arts-Auftritt. Es ist das Ende seines Krankenhausaufenthaltes, Moustafa A. darf an diesem Morgen das Hospital im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verlassen, und sein Trainer Mohammad Talaei ist dafür eigens zur Abholung aus Siegen in Nordrhein-Westfalen die 580 Kilometer nach Berlin gereist. Es ist gleichzeitig der Tag, an dem ein Skandal offenkundig wird, weil dieser Kampf mit Moustafa A. nie hätte stattfinden, sein Gesichtsknochen niemals hätte brechen dürfen.

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IS-Anführer Baghdadi ist laut Pentagon am Leben

Bild: APA/AFP/AL-FURQAN MEDIA/-
Bild: APA/AFP/AL-FURQAN MEDIA/-
Das Pentagon hat ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar für die Ergreifung des IS-Anführers ausgesetzt.

Die Presse.com

Ungeachtet der Bemühungen zu seiner Ergreifung ist der Anführer der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums am Leben. „Wir glauben, dass Baghdadi am Leben ist und weiterhin den IS anführt“, sagte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Freitag in einem Interview mit dem Sender CNN.

„Wir tun alles, was wir können, um ihm auf die Spur zu kommen“, sagte Cook. Die US-geführte Koalition verwende viel Zeit darauf und werde jede Gelegenheit ergreifen, „um ihm die Strafe zukommen zu lassen, die er verdient“. Baghdadi habe allerdings Schwierigkeiten, Berater und Vertraute zu finden, „weil viele von denen nicht mehr unter uns sind“, sagte der Pentagon-Sprecher. Mitte Dezember hatten die USA das Kopfgeld für die Ergreifung von zehn auf 25 Millionen Dollar (23,72 Mio. Euro) erhöht.

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Schnitzeljagd

Bild:DIE KOLUMNISTEN
Bild:DIE KOLUMNISTEN
Bundesagrarminister Schmidt will „Fleischbezeichnungen“ für vegetarische und vegane Produkte wegen angeblicher Verwechslungsgefahr verbieten. Eine tierische Comedy zum Jahresende.

Von Heinrich Schmitz | DIE KOLUMNISTEN

Falls Sie es noch nicht wussten, Christian Schmidt ist der deutsche Bundesagrarminister. Früher hießen die noch Landwirtschaftsminister, kamen aus der Landwirtschaft und sahen auch so aus. Okay, das Ministerium heißt immer noch Bundesministerum für Ernährung und Landwirtschaft, abgekürzt BMEL.  Christian Schmidt ist kein Landwirt, sondern Jurist, was ihn grundsätzlich zum Schlimmsten befähigt. Dass er dennoch in der öffentlichen Wahrnehmung der Ministerriege bisher nahezu unsichtbar ist, ist schwer zu erklären. Offenbar will er das jetzt ändern.

Nun möchte der Minister unter anderem sogenannte Fleischbezeichnungen für vegetarische und vegane Lebensmittel verbieten. Begriffe wie „vegetarisches Schnitzel“ oder „vegane Currywurst“ seien „komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher“ verriet er der BILD-Zeitung.

Das klingt nach knallhartem Verbraucherschutz, nach der vollen Härte des Gesetzes zum Schutz des ungebildeten Verbraucherpöbels, der zu doof ist, eine echte Sau von einem Sojaschwein zu unterscheiden. Nun fällt der Verbraucherschutz zwar nicht unmittelbar in das Ressort des Ministers, da macht der Maas schon sein Ding, aber manchmal muss ein Mann einfach tun, was ein Mann tun muss. Und hier geht es jetzt um die Wurst. Da versteht der Minister keinen Spaß.

Mein Schwein pfeift

Sie kennen doch alle das drängende Problem, das dringend einer gesetzlichen Regelung bedarf. Da stehen Sie vor dem Regal für vegane und vegetarische Produkte und sehen Begriffe wie Sojaburger, Grünkernklops, Tofusteak, Sellerieschnitzel oder vegane Vleischwurst. (Hör auf, Rechtschreibkorrektur, die schreibt sich mit V – wie vegan halt.) Als ungebildeter Volltrottel denken Sie selbstverständlich, Soja, Grünkern, Tofu und Sellerie seien ihnen unbekannte Tiere, die auf den Weiden des fernen Vegantals friedlich vor sich hin grasen.

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NEOWISE: Sichtbarer Komet passiert die Erde

Neowise, Image credit: NASA/JPL-Caltech
Neowise,künstlerische Darstellung.  Image credit: NASA/JPL-Caltech
In den nächsten Tagen erwartet uns eine Art kosmisches Leuchtspurgeschoss: Komet C/2016 U1 NEOWISE könnte mit bloßem Auge sichtbar sein.

Von Daniel Lingenhöhl | Spektrum.de

In den nächsten Tagen lohnt ein Blick zum Himmel – nicht nur wegen des Silvesterfeuerwerks, sondern auch weil Komet C/2016 U1 die Erde passiert. Sollten die Wetterbedingungen mitspielen, lässt sich der kosmische Brocken mit einem guten Fernglas und bis Mitte Januar vielleicht sogar mit bloßem Auge verfolgen. C/2016 U1 erreicht gegenwärtig eine scheinbare Helligkeit von 10 mag (Magnitude) und könnte sich bis zum 14. Januar auf eine Stärke von 6 mag steigern. Zum Vergleich: Der Vollmond erreicht minus 12,7 mag, der Polarstern etwas weniger als 2 mag.

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Kirche und Faschismus: Die Geschäfte des Vatikans mit dem Teufel

Pius XI. und Mussolini. AP; AFP/picturedesk.com (Montage)
Pius XI. und Mussolini.
AP; AFP/picturedesk.com (Montage)
Pius XI. begeisterte sich für Italiens „Duce“ Mussolini, wie Kirchenforscher David I. Kertzer dokumentiert. Skrupel überkamen den Papst erst kurz vor seinem Tod – wegen Hitler.

Von Hans Woller | Süddeutsche.de

Sein Name kommt nur auf einer Seite vor, gleichwohl ist Rolf Hochhuth in David Kertzers Studie über Papst Pius XI. und den italienischen Faschismus omnipräsent. Sein Drama „Der Stellvertreter“ war in den 1960er-Jahren ein Welterfolg; die von Hochhuth provozierten Debatten über Pius XII. und den Holocaust sind seither nicht zur Ruhe gekommen. „Hitlers Papst“ garantiert noch immer Schlagzeilen.

Aber gilt das auch für seinen Vorgänger Pius XI.? Kertzers deutscher Verlag knüpft mit dem Titel „Der erste Stellvertreter“ jedenfalls an Hochhuths Skandalstück an, und auch der Kirchenhistoriker Hubert Wolf schlägt in seinem Vorwort nicht gerade leise Töne an: „Ohne Römische Kurie kein Faschismus, ohne Achille Ratti kein Benito Mussolini, ohne Pius XI. kein Duce“. Pius XI. sei der „erste Stellvertreter“ gewesen, „der den Faschismus und damit vielleicht auch den Nationalsozialismus überhaupt erst möglich machte“. Geschichte kann so einfach sein.

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Religion und Rechtsstaat: Die offene Gesellschaft verteidigen

Weil Religion als motivierende wie auch als bedrohliche Kraft wahrgenommen werden kann, tut der Staat gut daran, eine gewisse «Governance» über die Religion auszuüben.

Von Mario Fehr Béatrice Acklin Zimmermann | Neue Zürcher Zeitung

Alle Jahre wieder füllen sich an Weihnachten die Kirchen. Es scheint, als würden die Lichter dieses Festes das Dunkel der Religion, das auch im zu Ende gehenden Jahr die Welt in Atem hielt, vertreiben. Der dunklen Seite von Religion als Ursache von Gewalt, Terror und Angst steht an Weihnachten die helle Seite entgegen, die Frieden, Sanftmut und Befreiung verspricht. Weil Religion grundsätzlich ambivalent ist und als motivierende, aber auch als bedrohliche Kraft wahrgenommen wird, tut der Staat gut daran, eine gewisse «Governance» über die Religion auszuüben, insofern er einerseits ihre Ressourcen nutzt und andererseits ihre Gefahren abwendet.

Religionslandschaft Europas verändert sich

In der Geschichte der europäischen Nationalstaaten wurden unterschiedliche Modelle entwickelt, um Religion und Staat in ein sinnvolles und gedeihliches Verhältnis zueinander zu bringen. Doch gerade dieses Verhältnis wird in jüngster Zeit immer öfter infrage gestellt. Vor dem Hintergrund der stark veränderten Religionslandschaft Europas und religionspolitischer Konflikte stehen die institutionellen Regelungen des Verhältnisses zwischen (säkularem) Staat und Religion heute auf dem Prüfstand.

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CSU fordert Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit Türkei

CSU-Logo Wildbad Kreuth
CSU-Logo Wildbad Kreuth
Eine EU-Mitgliedschaft der Türkei dürfe nicht weiter angestrebt werden, heißt es in einer Beschlussfassung der Christsozialen. Außerdem sollte Europa Zahlungen einstellen, die nicht Flüchtlingen oder der Zivilgesellschaft zugute kommen.

Frankfurter Allgemeine

Die Türkei hat sich nach Ansicht der CSU für eine EU-Mitgliedschaft disqualifiziert. „Wir sollten daher die Beitrittsgespräche abbrechen und realistischere Kooperationsformen anstreben“, heißt es nach Informationen der „Rheinischen Post“ in einem Beschlusspapier der CSU-Landesgruppe für deren Klausurtagung in der kommenden Woche. In jedem Falle müsse die Zahlung von „Heranführungshilfe“ gestoppt werden, die nicht der Zivilgesellschaft oder Flüchtlingsprojekten in der Türkei zugute komme.

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„House of One“: Die Illusion vom Dialog der Religionen

 Das House of One soll am Petriplatz in Berlin-Mitte entstehen. Foto: imago/Kraehn
Das House of One soll am Petriplatz in Berlin-Mitte entstehen. Foto: imago/Kraehn
In Berlin ein Haus zu bauen, in dem drei große Weltreligionen beten, ihrem gemeinsamen Gott dienen, den Geist von Frieden und Versöhnung verbreiten – das klingt nach einer guten Idee. Nach den schweren Erschütterungen, die das Verhältnis zwischen Muslimen, Christen und Juden belasten, wäre das ein Ort, an dem Vertrauen gebildet werden könnte.

Von Maritta Tkalec | Berliner Zeitung

Wunderschön klingt das: interreligiöser Dialog, Miteinander der Religionen, friedvoll, in großer Offenheit und in Würdigung der Verschiedenheit. Herzen und Gelder fliegen der Idee zu, ein House of One am Petriplatz zu errichten – Kirche, Synagoge und Moschee unter einem Dach. Was soll man auch anderes tun als „allen Gräueltaten, die unter Berufung auf die Religionen begangen werden, ein Modell eines anderes Miteinanders entgegensetzen“? So formulieren Stiftung  und  Freundeskreis des House of One das Anliegen.

Allein, die Aussichten sind gering. Religions- und Kulturkonflikte zerreißen die Welt mit einer Wucht wie schon lange nicht mehr. Schiiten und Sunniten zerstören in Bürgerkriegen Syrien, Jemen oder  Irak. In der Türkei versucht Erdogan, seine Position felsenfest  zu machen, opfert  Glaubensbrüder – auch die von der Gülen-Bewegung.

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Neonazi stellt Anzeige wegen Glockenläuten bei Kirchenbesetzung

Nach der Besetzung des Kirchturms der Dortmunder Reinoldikirche hat ein Neonazi wegen des Glockengeläuts Strafanzeige gestellt.

evangelisch.de

Der Dortmunder Neonazi Michael Brück erhebe den Vorwurf der „gefährlichen Körperverletzung“, sagte der Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft, Elmar Pleus, am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bei der Besetzung des Kirchturms durch Neonazis hatte die Kirchengemeinde Mitte Dezember die Glocken läuten lassen, um die Parolen der Besetzer zu übertönen.

Die Anzeige der Neonazis richtet sich laut Staatsanwaltschaft insbesondere gegen Reinoldi-Pfarrerin Susanne Karmeier, die das Glockengeläut angeordnet hatte. In der Anzeige wird beklagt, dass die festgenommenen Neonazis das Glockenläuten hätten ertragen müssen, als sie an den Glocken vorbei vom Turm in die Kirche geführt wurden. Begleitende Polizeibeamte hätten die Möglichkeit gehabt, sich die Ohren zuzuhalten. Das sei den Besetzern verwehrt gewesen, weil sie Handschellen trugen.

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Israel: Bibi verliert die Kontrolle

Screengrab Times of Israel
Screengrab Times of Israel
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu steht unter Druck. Gegen ihn sollen Strafermittlungen aufgenommen werden. Der Premierminister steht unter Verdacht, erhebliche Vergünstigungen von zwei Geschäftsmännern angenommen zu haben. Zudem macht ihm Oppositionspolitiker Yair Lapid die politische Mitte streitig. Doch Netanjahu muss Hardliner bleiben.

Von Gil Yaron | DIE WELT

Für Benjamin Netanjahu geht das Jahr nicht gut zu Ende. Riesige Plakate verkünden entlang Tel Avivs wichtigster Stadtautobahn: „Bibi verliert die Kontrolle!“. Der israelische Premier steht unter Druck. Zwar hat die israelische Staatsanwaltschaft noch kein offizielles Kommuniqué veröffentlicht, dennoch berichten mehrere Medien übereinstimmend, dass der Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit die Polizei angewiesen hat, strafrechtliche Ermittlungen gegen den Premier aufzunehmen.

Der Premier soll kommende Woche unter dem Verdacht verhört werden, erhebliche Vergünstigungen von zwei Geschäftsmännern, ein Israeli und einer aus dem Ausland, angenommen zu haben. Auch Familienangehörige Netanjahus sollen Vergünstigungen erhalten haben. Bislang sollen mehr als 50 Zeugen vernommen worden sein, deren Aussagen diesen Verdacht erhärten.

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Bundesregierung: NPD-Verbotsverfahren vor dem Scheitern?

Nicht gerade die schönste Seite Deutschlands. Foto: dpa
Nicht gerade die schönste Seite Deutschlands. Foto: dpa
Das Urteil zum NPD-Verbotsverfahren soll zwar erst Mitte Januar verkündet werden – doch schon jetzt scheint die Bundesregierung nicht mehr an einen Erfolg zu glauben.

Frankfurter Rundschau

Die Bundesregierung hat nach Informationen der „Bild“-Zeitung keine Hoffnung mehr auf ein Verbot der rechtsextremen NPD. Die Regierung gehe in einer internen Einschätzung inzwischen davon aus, dass das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bei seiner Urteilsverkündung Mitte Januar 2017 dem Verbotsantrag des Bundesrats nicht stattgeben werde, berichtete die Zeitung am Freitag vorab aus ihrer Samstagsausgabe.

Die Regierung komme in der internen Analyse zu der Einschätzung, dass die NPD in ihrem politischen Wirken und durch ihre ausbleibenden Wahlerfolge „nicht die Schwelle zur Gefährdung überschritten“ habe, berichtete die Zeitung weiter. Die mündliche Beweisaufnahme vor dem Bundesverfassungsgericht habe keine „überzeugenden Hinweise auf eine Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ durch die rechtsextreme Partei erbracht.

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It’s Almost 2017, So of Course People Are Smoking Weed With Lasers

If you’re yearning for the aesthetic that brought you those rad Lifetouch yearbook photo backgrounds, but also want to get blazed out of your skull because it’s legal in a bunch of states now and, why not? Well, you’re in luck.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

Some marijuana purists prefer to avoid butane methods for igniting their bud. Vapes and hemp create a cleaner-tasting smoke, but what if you’re in more of a vaporwave mind? Two days ago, Youtuber “Oregon Marijuana (Jake)” posted a video of himself smoking a bowl using a really big, high-powered laser. That’s raised a few questions from us: Are there more like him? Have they all lasered their eyes out by now?

It turns out the answer to that first question at least is a hearty, “jeah brah!” Although it’s difficult to pinpoint a specific date or person responsible for pioneering the trend of smoking weed with lasers, high-powered consumer lasers have been on the market since the turn of the millennium, and our internet sleuthing reveals the idea of using them to burn cannabis for the purposes of obtaining its psychoactive effects goes back to at least 2008. Journey down the smoked-out rabbit hole with us for a retrospective into the weird, wild world of weed with lasers.

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Europa verschiebt seine Außengrenze nach Afrika

 Viel Hoffnung, wenig Gepäck: Migranten nahe der nigrischen Stadt Agadez auf dem Weg nach Norden. (Foto: Issouf Sanogo/AFP)
Viel Hoffnung, wenig Gepäck: Migranten nahe der nigrischen Stadt Agadez auf dem Weg nach Norden. (Foto: Issouf Sanogo/AFP)
Brüssel sucht auf dem Kontinent nach Partnern, die Fliehende stoppen. Dabei schreckt die EU auch vor Vereinbarungen mit Diktaturen nicht zurück.

Von Thomas Kirchner, Moritz Matzner, Isabel Pfaff | Süddeutsche.de

Die Fernsehbilder sollten für sich sprechen: Beim EU-Gipfel Mitte Dezember nahm sich Angela Merkel trotz ihres engen Terminplans Zeit für ein Treffen mit Nigers Präsident Mahamadou Issoufou. Der Staatschef, mit dessen Namen bis vor Kurzem nur Spezialisten etwas anfangen konnten, eilte erfreut auf die Kanzlerin zu, die beiden begrüßten sich vor den Kameras wie alte Bekannte – mit Wangenküsschen.

Niger ist einer der wichtigsten Transitstaaten für Flüchtlinge aus Afrika auf dem Weg nach Europa. Das Land steht für die Pläne der EU, die Zahl der Flüchtlinge zusammen mit mehreren afrikanischen Staaten zu verringern. Seit einem halben Jahr gilt eine sogenannte Migrationspartnerschaft mit dem westafrikanischen Staat.

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Pastor Anne Graham: God let 9/11 happen because of transgender people in bathrooms

The daughter of evangelical pastor Billy Graham has suggested that God let 9/11 happen because he’s too upset about transgender people.
The daughter of evangelical pastor Billy Graham has suggested that God let 9/11 happen because he’s too upset about transgender people.
Religious bigots continue their hateful rhetoric against transgender people at alarming rates, and now Anne Graham Lotz, daughter of hateful evangelical pastor Franklin Graham and sister to the equally hateful Billy Graham, has jumped into the fray as well.

By Shannon Barber | Church and State

Her statements are especially outrageous; in fact, she has said that the reason the September 11, 2001 terrorist attacks on U.S. soil happened is because God is  upset that transgender people exist.

Lotz appeared on a right-wing hate radio show run by Steve Deace to express her horrible opinions. She said to Deace:

“What I see in the nation of America right now, just the chaos on every level.

There is silliness, there is craziness, there’s the most illogical rulings. The one in North Carolina on HB2, which is to protect our children in bathrooms and locker rooms, has become something where the justice department is suing us for something that’s just common sense.

To me it’s evidence that God has backed away.”

Here is a bit of audio of these statements, via Right Wing Watch:

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Eine Autobahn für Tiere

Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Im Süden Brandenburgs entsteht der größte Wildtierkorridor Deutschlands. In Zukunft sollen Rothirsche, Wölfe, Rehe, Fischotter und Biber ohne größere Hindernisse von Polen bis nach Sachsen-Anhalt und weiter nach Westdeutschland wandern können.

Von Ralf Stork | Spektrum.de

Was nützt die schönste Wildnis, wenn keiner reinkommt und keiner raus? Was nützt zum Beispiel die riesige ursprüngliche Landschaft des Yellowstone-Nationalparks, wenn Grizzlybären, Elche, Hirsche und Wölfe darin gefangen sind, weil ihnen Straßen, Zäune und Siedlungen den Weg versperren? Gar nichts! Zu dieser Überzeugung kam jedenfalls der amerikanische Naturschützer Harvey Locke und gründete 1997 mit einigen Mitstreitern die Initiative Y2Y. Die griffige Abkürzung steht für Yellowstone to Yukon. Die Vision: Der älteste Nationalpark der Welt (Yellowstone) soll über einen Wildniskorridor wieder mit den großen, menschenleeren Schutzgebieten im Yukon-Territorium im Norden Kanadas verbunden werden. Die Tiere sollen so die Chance haben, halbwegs ungestört von einer Wildnisinsel zur anderen zu wandern. Dadurch können sie Inzucht vermeiden und sind besser für die Folgen des Klimawandels gewappnet: Wird es in einem Gebiet zu warm, sitzen die Tiere nicht mehr fest, sondern können in kühlere Regionen ausweichen.

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Anschlag in Berlin: Irrtümlich Verdächtigter äußert sich

Naveed B. aus Pakistan wurde nach dem Anschlag am Breitscheidplatz festgenommen. Jetzt hat er dem Guardian erzählt, was danach passierte und warum er sich in Deutschland nicht mehr sicher fühlt.

Süddeutsche.de

Am 19. Dezember überquert Naveed B. eine Straße in Berlin. Ein Auto fährt auf ihn zu, er läuft schneller. Es ist ein Polizeiauto. Die Polizisten winken ihn herbei, er zeigt seinen Ausweis. Sie lassen ihn gehen, aber nur für einen kurzen Moment. Dann findet B. sich auf dem Rücksitz des Autos wieder, seine Hände hinter dem Rücken. Die Polizisten verdächtigen ihn, einen LKW in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gelenkt und zwölf Menschen getötet zu haben.

Dem Guardian gab B. nun exklusiv ein Interview. Der Zeitung erzählt er detailliert von seiner Festnahme. Die Polizisten hätten ihn ausgezogen und Fotos von ihm gemacht. Als er sich wehrte, schlugen sie ihn, berichtet er. Sie nahmen Blutproben. B. versuchte, den Polizisten klar zu machen, dass sie den Falschen haben. Die Kommunikation funktionierte schlecht, der Übersetzer sprach nur Punjabi und Urdu, nicht seine Muttersprache Balochi, ein Dialekt aus seiner Heimatregion Balochistan. Dem Guardian sagte B., er wisse nicht, ob die Polizei ihn bei der Vernehmung überhaupt richtig verstanden habe – diese wiederum habe ihm erst einmal erklären müssen, was sich in Berlin in der Nacht überhaupt abspielte.

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Sind wir die Angsthasen Europas?

Schon immer auch Ort der Angst: der WaldFoto: Getty Images
Schon immer auch Ort der Angst: der WaldFoto: Getty Images
Die Deutschen gelten als besonders furchtsam. Das hat Gründe. Ein Gespräch mit den Gefühlshistorikern Frank Biess und Bettina Hitzer über die Angst als Politikum.

Von Julia Prosinger | DER TAGESSPIEGEL

Frau Hitzer, Herr Biess, Sie forschen als Historiker zur Geschichte der Emotionen. Herr Biess, gibt es ein typisch deutsches Gefühl – etwas, das unsere europäischen Nachbarn so nicht empfinden?

FRANK BIESS: In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte in Deutschland Ungewissheit darüber, wie die Zukunft aussehen könnte. Das lag an der Gegenwart der Erinnerung an Krieg und NS-Zeit. Meine Forschung ergibt: Die Furcht davor, dass sich die Vergangenheit in irgendeiner Form wiederholt, war bis in die achtziger Jahre sehr präsent. Das, was man mit German Angst beschreibt, ist also tatsächlich etwas spezifisch Deutsches. Eine kritische Außenzuschreibung, aber ich sehe es auch als Selbstzuschreibung der Deutschen.

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