Hitlerjugend: „Eine herrische, grausame Jugend will ich“


Eine Hitlerjugend-Zeichnung von Robert Ziller
Eine Hitlerjugend-Zeichnung von Robert Ziller
Fahnen, Rituale, Uniform: Millionen Kinder waren während der NS-Zeit in der Hitlerjugend, es gab Gemeinschaft, Sport und Zeltlager. Dahinter steckten Prägung im Sinne der NS-Ideologie und eine paramilitärische Ausbildung: die Erziehung zum Soldaten.

Von Dirk Baas | MiGAZIN

„Flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl“: So umschrieb Adolf Hitler 1935 in Nürnberg sein Idealbild der deutschen Jugend. Als diese Sätze fielen, bestand die Hitlerjugend (HJ) schon fast zehn Jahre. Die NSDAP hatte früh einen Jugendverband gegründet, um die Mädchen und Jungen im eigenen Geist zu formen. Zunächst war der Eintritt freiwillig, aber mit dem Gesetz vom 1. Dezember 1936 wurde die HJ offiziell zur Staatsjugend. Zwei Jahre später hatte sie sieben Millionen Mitglieder.

„Meine Pädagogik ist hart“, hatte Hitler 1940 schwadroniert: „Das Schwache muss weggehämmert werden. (Es wird eine) Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich.“

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