Dokument könnte WikiLeaks-Informanten im Bundestag verraten


foto: flickr.com/wikileakstruck (CC-Lizenz) Wikileaks ist überall - und da lesen die Behörden natürlich gerne mit.
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Wikileaks ist überall – und da lesen die Behörden natürlich gerne mit.
Woher stammen die vertraulichen Unterlagen zum NSA-Ausschuss, die WikiLeaks veröffentlicht hat? Einen Hack schließen IT-Experten des Bundestags nach SPIEGEL-Informationen aus. Ein einzelnes Dokument deutet auf ein anderes Leck hin.

Von Maik Baumgärtner, Martin Knobbe, Jörg Schindler | SpON

Sie stammen vom Bundesnachrichtendienst oder vom Verfassungsschutz, sie umfassen Korrespondenzen des Bundeskanzleramts oder von Parlamentariern: 2420 zum Teil vertrauliche Dokumente des NSA-Untersuchungsausschusses von Frühjahr 2014 bis Januar 2015 haben die Enthüller der Plattform WikiLeaks veröffentlicht – und dabei möglicherweise einen Fehler gemacht. Anhand der Dokumente ist der Kreis derjenigen, die als Informanten infrage kommen, prinzipiell sehr eng einzugrenzen.

So ist die Ordnerstruktur auf der Website von WikiLeaks identisch mit der auf den Laufwerken des Ausschusses im Bundestag: Sowohl die Namen der Ordner, als auch die Dokumente und ihre Paginierung stimmen überein – mit einer Ausnahme: Das Dokument mit dem Namen „Bundestag Vorabunterrichtung RfAB 23.6.2014-1.pdf“ gehört nicht zu den Unterlagen, die dem NSA-Untersuchungsausschuss übermittelt wurden.

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