Kein Forum für radikalen Islam


© dpa Anne Will spricht in ihrer Sendung am 6 November 2016 zum Thema „Mein Leben für Allah - Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?“ mit Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats Schweiz
© dpa Anne Will spricht in ihrer Sendung am 6 November 2016 zum Thema „Mein Leben für Allah – Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?“ mit Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats Schweiz
Weil sie eine Schweizer Islamistin in ihre Sendung eingeladen hatte, wurde Anne Will scharf kritisiert. Dennoch habe sie nicht gegen Programmrichtlinien verstoßen, sagt der NDR-Rundfunkrat.

Von Michael Hanfeld | Frankfurter Allgemeine

Der Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks hat sich am Freitagabend mit der Sendung von Anne Will vom 6. November befasst, in der die vollverschleierte Schweizerin Nora Illi aufgetreten war und sich relativierend zum radikalen Islamismus geäußert hatte. Die Talkshow habe „nicht gegen die Grundsätze der Programmgestaltung“ verstoßen, stellte der Rundfunkrat fest. Die von Zuschauern eingereichten Beschwerden gegen die Sendung wurden zurückgewiesen. Zugleich kritisierte das Aufsichtsgremium: „Den von Frau Illi vertretenen extremen Positionen und auch einer Vollverschleierung hätte in der Gesprächssendung kein Forum gegeben werden müssen.“

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