Minderheit der Rohingya: Malaysia wirft Birma „Genozid“ an Muslimen vor


 Angehörige der Rohingya-Minderheit in einem Dorf im Westen Myanmars Quelle: REUTERS/X02594
Angehörige der Rohingya-Minderheit in einem Dorf im Westen Myanmars Quelle: REUTERS/X02594
80 Prozent der Einwohner Birmas sind Buddhisten. Die muslimische Rohingya-Minderheit wird von der Mehrheit nicht akzeptiert. Nun flammt der Konflikt wieder auf. Ein Nachbar spricht von „Völkermord“.

DIE WELT

Der malaysische Regierungschef hat die Politik Birmas gegenüber der ethnischen Minderheit der Rohingya als „Genozid“ bezeichnet. Die Welt könne nicht danebenstehen und zusehen, wie ein Völkermord stattfinde, kritisierte Ministerpräsident Najib Razak die De-facto-Regierungschefin von Birma, Aung San Suu Kyi, und deren Regierung. „Genug ist genug“ sagte er während einer Demonstration mit rund 10.000 Teilnehmern in einem Stadion von Kuala Lumpur.

Das buddhistische Birma verwehrt der muslimischen Minderheit der Rohingya Bürgerrechte. Zehntausende Mitglieder der Minderheit flohen in den vergangenen Jahren in benachbarte Länder wie Bangladesch, Indien und China. Das muslimisch geprägte Malaysia hat rund 56.000 Rohingya-Flüchtlinge aufgenommen.

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