Schweizer Bischof: Kein Sterbesakrament bei Verdacht auf Sterbehilfe


Huonder: Priester sollen beten statt salben – „Letztlich darf der natürliche Vorgang des Sterbens nicht beeinträchtigt werden“

derStandard.at

Der Ostschweizer Bischof VItus Huonder will Gläubigen bei der Verdacht auf Sterbehilfe die Spendung des Sterbesakraments (Krankensalbung) verweigern. „Nicht wir bestimmen über Leben und Tod. Gott verfügt über unser Leben. Gott verfügt über unser Sterben“, schreibt der Oberhirte der Diözese Chur laut Kathpress-Meldung vom Samstag in einem Hirtenbrief zum Tag der Menschenrechte.

In der Schweiz sind Organisationen tätig, die sterbewilligen Personen bei der Beendigung ihres Lebens helfen. Huonder betonte, dass von diesen Personen ans Sterbebette gerufene Priester in eine „geradezu unmögliche Lage“ versetzt werden. Denn unter den Umständen der Sterbehilfe seien die Voraussetzung den für den Empfang der Sterbesakramente „nicht gegeben“. Der Priester solle sich dann dem Sterbenden im fürbittenden Gebet zuwenden und ihn Gottes Barmherzigkeit empfehlen, schreibt Huonder.

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