Todesfälle bei wichtiger neuer Krebstherapie


So genannte Immuntherapien sollen Menschen retten, deren Krebs anders nicht mehr zu besiegen ist. Mehrere Todesfälle bei einer klinischen Studie werfen jetzt jedoch Fragen über ihre Zukunft auf.

Von Emily Mullin | Technology Review

Der Tod von zwei Patienten in einer klinischen Studie wirft Fragen über die Zukunft von so genannten Immuntherapien gegen Krebs auf. Bei diesem Ansatz soll das Immunsystem der Patienten den Krebs selbst bekämpfen, und er galt bislang als sehr viel versprechend.

Kurz vor dem Thanksgiving-Feiertag hatte Juno Therapeutics die Aussetzung seiner Studie an Patienten mit akuter lymphoblastischer Leukämie bekannt gegeben, nachdem zwei ihrer Teilnehmer gestorben waren. In diesem Jahr waren bereits zuvor drei Teilnehmer derselben Studie gestorben. Trotzdem forschen andere Gruppen weiter an der neuen Medikamentenklasse, die bei manchen Patienten mit tödlichen Krebsarten enormes Potenzial verspricht.

Bei der so genannten CAR-T-Therapie entnehmen Wissenschaftler den Patienten T-Zellen und verändern sie außerhalb des Körpers genetisch so, dass sie, nachdem sie den Patienten wieder zugeführt wurden, Krebszellen erkennen und angreifen. Wenn sie von den Aufsichtsbehörden zugelassen werden, könnten diese Therapien das Leben von Patienten retten, die auf die derzeit verfügbaren Therapien nicht ansprechen.

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