Flechtheim-Erben verklagen den Freistaat Bayern in den USA


 Michael Hulton, Großneffe des Kunsthändlers Alfred Flechtheim, vor einem Foto seines Großonkels. (Foto: dpa)
Michael Hulton, Großneffe des Kunsthändlers Alfred Flechtheim, vor einem Foto seines Großonkels. (Foto: dpa)
Die Erben des jüdischen Kunsthändlers erheben Anspruch auf acht wertvolle Gemälde, die zum Bestand der Bayerischen Gemäldesammlungen gehören. Neue US-Gesetze könnten ihnen helfen.
 

Von Catrin Lorch | Süddeutsche.de

Die Erben des Kunsthändlers Alfred Flechtheim haben den Freistaat Bayern und die Bayerischen Gemäldesammlungen vor einem amerikanischen Gericht verklagt. Sie erheben Anspruch auf acht wertvolle Gemälde, die zum Bestand der Sammlungen gehören und werfen dem bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle vor, sich einer gütlichen Einigung zu verweigern.

Die Klage wurde beim Bundesbezirksgericht für New York Süd eingereicht. Der deutsche Anwalt der Familie, Markus H. Stötzel, sagte der SZ, dass sich in der Vergangenheit Gerichte in den USA nur in Ausnahmefällen für zuständig erklärten. Allerdings ändere sich in den USA gerade die Gesetzeslage. So werde wohl in dieser Woche von Republikanern und Demokraten ein Gesetz verabschiedet, das die Zuständigkeit in Raubkunst-Fällen weiter fasst.

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