Erdogan erhebt schwere Vorwürfe gegen deutsche Behörden


Bild: Magazin "The Economist"
Bild: Magazin „The Economist“
Weil sich die Ausreise der türkischen Vize-Parlamentspräsidentin verzögerte, wettert Präsident Erdogan gegen deutsche Behörden. Sogar der deutsche Botschafter wird ins Außenministerium bestellt.

DIE WELT

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat im Zusammenhang mit einer Reise der Vize-Parlamentspräsidentin des Landes schwere Vorwürfe gegen deutsche Behörden erhoben. „Ihr empfangt Terroristen als Gast in eurem Land. Aber die stellvertretende türkische Parlamentspräsidentin und ihre Delegation lasst ihr dort stundenlang an der Tür warten“, sagte Erdogan am Mittwoch vor Ortsvorstehern in Ankara.

Aysenur Bahcekapili, die auch Abgeordnete der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP ist, sei bei ihrer Reise in Deutschland der Pass gestohlen worden, sie habe sich jedoch provisorische Papiere bei der Botschaft besorgt, sagte Erdogan. Dennoch sei sie an der Ausreise gehindert worden. Er forderte Schritte gegen das verantwortliche Flughafenpersonal, andernfalls würden deutsche Abgeordnete in Zukunft „genauso behandelt“.

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