Winter-Beerdigungen: Pfarrer sind Weicheier


Draußen liegt Schnee, das Thermometer steht auf minus fünf Grad. Und nun eine Beerdigung… Während die Trauergemeinde mit warmen Mänteln und Hüten zum Grab stiefelt, steht die Pfarrerin da und friert: Sie hat nur den Talar. Was können Pfarrer tun, um sich im Winter zu wärmen?

Von Anne Kampf | evangelisch.de

Ein dicker Schal, eine warme Pudelmütze, Fausthandschuhe mit Fell, die geringelten Wollsocken von Oma – geht alles nicht. Und sei es noch so kalt in der Kirche oder auf dem Friedhof. Die Kleiderordnungen der Landeskirchen lassen Pfarrerinnen und Pfarrern kaum Spielraum bei der Wahl der Kleidung: Vorgeschrieben sind der schwarze Talar, dazu ein weißes Beffchen, Kragen oder Krause; mancherorts sind je nach Anlass Chorhemden, Alben und Stolen erlaubt. Die Amtstracht soll Kompetenz zum Ausdruck bringen, Pfarrer sollen ihrer Rolle entsprechen auftreten, Haltung bewahren. Absolut ausgeschlossen sind daher auch Jacken und Mäntel über dem liturgischen Gewand. Wer leicht friert, kann einen dickeren Talar auswählen: Die Pfarrer-Tracht besteht fast immer aus Wolle, und die speichert Körperwärme.

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