Höhlenmikrobe erweist sich als „Superkeim“


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Blick in den „Chandelier Ballroom“ der Lechugilla-Höhle. Das Höhlensystem ist 200 Kilometer lang und war Jahrmillionen von der Außenwelt abgeschlossen. © Dave Bunnell / CC-by-sa 2.5 gen
Super-Mikrobe aus dem Höhlendunkel: In der Lechugilla-Höhle in New Mexico haben Forscher ein Bakterium entdeckt, das gleich gegen 26 Antibiotika resistent ist. Es besitzt zudem fünf bisher komplett unbekannte Resistenz-Mechanismen. Das Erstaunliche daran: Diese Mikroben waren mehr als vier Millionen Jahre von der Außenwelt abgeschlossen. Ein Kontakt mit Antibiotika kann daher nicht die Ursache dieser Widerstandsfähigkeit sein.

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Immer mehr Krankheitserreger werden gegen Antibiotika resistent. Viele dieser „Superkeime“ lassen dadurch kaum mehr bekämpfen. Als Ursache der fortschreitenden Resistenzen gilt vor allem der unkontrollierte Einsatz von Antibiotika in Tierzucht und Medizin. Doch Resistenzen bei Bodenbakterien und sogar bei 30.000 Jahre lang eingefrorenen Mikroben aus dem Permafrost belegen: Biochemische Abwehrwaffen gegen Antibiotika sind keine neuzeitliche Erfindung der Mikroben.

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