Mossul: Zähes Ringen mit dem „Islamischen Staat“


foto: reuters / goran tomasevic Einwohner des Bezirks Tahrir in Ostmossul flüchten in Panik, als in ihrer Nähe ein Luftschlag der US-geführten Koalition Stellungen des
foto: reuters / goran tomasevic Einwohner des Bezirks Tahrir in Ostmossul flüchten in Panik, als in ihrer Nähe ein Luftschlag der US-geführten Koalition Stellungen des „Islamischen Staates“ bombardiert
Die irakische Regierung hält die Verlustzahlen der Armee bei der Schlacht von Mossul fest unter Verschluss. Mit gutem Grund
 

derStandard

Er habe in seiner Karriere aus vielen Kriegen berichtet, aber was Mossul von den anderen unterscheide, sei die hohe Anzahl von Autobomben, sagt der Fotojournalist Goran Tomasevic, dessen Aufnahme aus Mossul vom 17. November (siehe rechts) ausgezeichnet wurde. Was der Fotograf so nüchtern feststellt, ist die effizienteste Waffe des „Islamischen Staates“ gegen die vorrückenden irakischen Streitkräfte in der irakischen Großstadt. Sie kommen wie aus dem Nichts, oft mehrere mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge auf einmal.

Die irakische Regierung ist bemüht, das wahre Ausmaß des Schreckens – die hohen Verlustzahlen der Armee – unter Verschluss zu halten. Mit der Uno im Irak (Unami) lieferte sie sich ein verbales Geplänkel, als diese auf die höchsten Totenzahlen seit Jahren verwies: 2000 tote Soldaten alleine im November. Ein aus der Region kommender Beobachter, der wegen seiner offiziellen Funktion anonym bleiben will, bestätigt jedoch die Berichte: Demnach sei bereits ein Viertel der irakischen Armee-Eliteeinheit CTS (Counter Terrorism Services) ausgeschaltet.

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