Iran: Vergewaltigungsopfer soll Täter heiraten


Ein junger Iraner vergewaltigte die 16-jährige Tochter seiner Nachbarn. Eigentlich sollte er für seine Tat hingerichtet werden. Doch dann machte die Mutter des Opfers einen erstaunlichen Vorschlag.

SpON

Um seiner Hinrichtung zu entgehen, soll ein wegen Vergewaltigung verurteilter Iraner sein Opfer heiraten. Nach Angaben der Tageszeitung „Iran“ vom Samstag war der 22 Jahre alte Student Wahid voriges Jahr wegen Vergewaltigung der 16-jährigen Nachbarstochter zum Tode verurteilt worden.

Wenn Wahid ihre Tochter heiraten, ihr eine Wohnung im Wert von einer halben Milliarde Toman (125.000 Euro) kaufen „und auch immer lieb zu ihr“ sein würde, werde sie ihre Anzeige zurücknehmen und damit auch seine Hinrichtung verhindern, sagte die Mutter. Wahid brach darauf in Tränen aus und nahm, wie der Richter auch, den Vorschlag sofort an.

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2 Comments

  1. @omnibus56
    Deine Feststellung kann ich nur teilen. Leider ist das wohl der einzige Ausweg aus diesem Wahnsinnsdilemma. Trotzdem ist mir bei dieser ganzen Geschichte zum Kotzen zu Mute.

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  2. Nicht, dass ich es richtig finde, aber ich verstehe die Mutter – leider! In der iranischen Gesellschaft, vielleicht sogar in der Familie des Opfers ist sie „beschmutzt“, wenn nicht sogar selbst eine Rechtsbrecherin (außerehelicher GV, vielleicht nicht offiziell, aber dennoch). Da kann man schon mal auf sehr merkwürdige Ideen kommen, wie das geschädigte Mädchen „versorgt“ werden könnte. Das ist selbstverständlich Irrsinn, aber verquer logisch…

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