NSA-Mitarbeiter verlassen angeblich den Geheimdienst in Scharen


NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
Ex-NSA-Direktor Keith Alexander macht den für ihn unverdienten schlechten Ruf und die Konkurrenz mit der Privatwirtschaft verantwortlich

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Auf einer Veranstaltung der Journalism School an der University of Maryland berichtete der ehemalige NSA-Direktor Keith Alexander am vergangenen Dienstag, dass der berühmt-berüchtigte Geheimdienst angeblich in Schwierigkeiten steckt. Die besten Leute würden scharenweise die NSA verlassen, deren Direktor auch der Kommandeur des Cyberkommandos des Pentagon ist. Schuld sei der schlechte Ruf nach den Leaks von Edward Snowden, aber auch bessere Verdienstmöglichkeiten in der Privatwirtschaft.

Man kann durchaus vermuten, dass Alexander damit nicht seinen früheren Arbeitgeber klein reden will, sondern schon einmal vor dem Amtsantritt von Donald Trump die Aufmerksamkeit auf die NSA lenken will, dass hier nicht gespart werden darf, sondern mehr Geld zum Schutz der nationalen Sicherheit erforderlich sei. Beim Geheimdienst sind etwa 40.000 Menschen beschäftigt, im Haushaltsjahr 2016 gingen offiziell 53 Milliarden US-Dollar an die Geheimdienste, die dem DNI unterstehen, weitere 17,7 Milliarden an die militärischen Geheimdienste. Der Ex-General fungierte von 2005 bis 2014 als NSA-Direktor, unter seiner Leitung arbeitete nicht nur Snowden, sondern wurden auch Überwachungsprogramme wie PRISM und XKeyscore entwickelt.

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