Das Wunder der Homöopathie


Symbolbild, Bild: brightsblog
Symbolbild, Bild: bearb. brightsblog

Viele Menschen glauben an die Wirkung von Homöopathie – obwohl kein Wirkstoff in den Globuli vorhanden ist. Vince Ebert über eine ominöse fünfte Grundkraft.

Von Vince Ebert | Spektrum.de

Was wäre, wenn Homöopathie tatsächlich funktionieren würde? Vor etwa 200 Jahren behauptete der deutsche Arzt Samuel Hahnemann, man könne eine Krankheit durch das Mittel heilen, das bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufe. Wenn ein Patient zum Beispiel unter starken Kopfschmerzen leidet, muss man etwas finden, was bei einem Gesunden genau dieselben Kopfschmerzen verursacht. Zum Beispiel einen wuchtigen Schlag mit einer Dachlatte gegen den Hinterkopf. Natürlich nur in homöopathischen Dosen.

Der alte Spruch „Von nix kommt nix“ gilt nicht mehr. Homöopathen arbeiten nämlich mit dem Prinzip der Hochverdünnung. In dem Präparat Belladonna D30 wird die Ausgangssubstanz durch ein Lösungsmittel wie Alkohol oder Milchzucker 30-mal hintereinander verdünnt. Schon ab der 24. Verdünnungsstufe ist jedoch gar kein Belladonna-Molekül mehr in der Lösung, aber es soll trotzdem wirken. Das ist so ähnlich, wie wenn man in Würzburg einen Autoschlüssel in den Main wirft und dann in Frankfurt versucht, mit dem Mainwasser das Fahrzeug zu starten.

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1 Comment

  1. Spitze, selten so herzhaft gelacht: „…wie wenn man in Würzburg einen Autoschlüssel in den Main wirft und dann in Frankfurt versuch, mit dem Mainwasser das Fahrzeug zu starten.“ :-))

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