Deutschland braucht keine Atomwaffen


Themenbild. Screengrab Youtube
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Muss Deutschland erwägen, sich atomar zu bewaffnen, weil ein Präsident Donald Trump die Schutzgarantie der USA aufkündigen könnte? Auf keinen Fall. Deutsche Atomwaffen wären ein gefährlich schlechtes Beispiel für die Welt.

Von Gunther Hellmann, Carlo Masala, Frank Sauer, Reinhard Wolf | SpON

Donald Trump ist noch nicht im Amt und schon wirft seine kommende Präsidentschaft lange Schatten. So wie der offensichtlich von langer Hand eingefädelte Gratulationsanruf der taiwanesischen Präsidentin die geopolitische Lage in Ostasien durcheinanderwirbelt, so sorgt in Europa die Drohung für Aufsehen, die Verbündeten sich selbst zu überlassen, falls sie nicht einen deutlich höheren Anteil ihrer Verteidigung stemmen.

Andere, wie der Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Berthold Kohler, denken gleich „das ganz und gar Undenkbare“: Deutschland müsse über eine nukleare Bewaffnung nachdenken, weil Russland aufrüste, „Zweifel an Amerikas (nuklearen) Garantien“ nach dem Sieg von Donald Trump ausgeglichen werden müssten und die „französischen und britischen Arsenale dafür in ihrem gegenwärtigen Zustand zu schwach“ seien.

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