Ägyptens Kopten fühlen sich im Stich gelassen


foto: apa / afp / khaled desouki Gottesdienst für die Opfer des Anschlags von Sonntag in der Boutrosiya, einer kleineren Nebenkirche der koptischen Kathedrale.
foto: apa / afp / khaled desouki Gottesdienst für die Opfer des Anschlags von Sonntag in der Boutrosiya, einer kleineren Nebenkirche der koptischen Kathedrale.
Die Politisierung ihrer religiösen Institution durch die Regierung macht die koptischen Christen verwundbarer

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Entsetzen und Solidarität – auch von islamischen Organisationen – und eine dreitägige Staatstrauer, antichristliche Hasspostings, die den Tätern gratulieren, Vorwürfe an die ägyptischen Behörden, aber auch innerkoptische Kritik vor allem aus dem Ausland: Das sind unterschiedliche Stränge von Reaktionen auf den Anschlag in der Boutrosiya, der kleineren Kirche neben der großen koptischen Kathedrale in Kairo am Sonntag. Es war die folgenschwerste Attacke auf eine Kirche seit jener am 1. Jänner 2011 in Alexandria, vor der Revolution, die Präsident Hosni Mubarak stürzen sollte.

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