Türkei will evangelischen US-Pastor wegen ‚Terrorismus‘ anklagen


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Dem US-Pastor Andrew Brunson (Izmir) droht in der Türkei eine Anklage wegen „Terrorismus“. Bis zu seiner Verhandlung muss er in Haft bleiben. Das berichtet der christliche Informationsdienst World Watch Monitor.

kath.net

Der 48-jährige Theologe war zusammen mit seiner Ehefrau Norine am 7. Oktober festgenommen worden. Sie wurde am 19. Oktober freigelassen. Am 9. Dezember war Brunson erstmals offiziell einem Richter in Izmir vorgeführt worden. Wie der Informationsdienst unter Berufung auf Norine Brunson mitteilte, wird ihr Mann beschuldigt, in Kontakt mit der Gülen-Bewegung zu stehen. Deren in den USA lebender Führer, Muhammed Fethullah Gülen, soll den fehlgeschlagenen Militärputsch gegen die türkische Regierung am 7. Juli initiiert haben. Seitdem wurden über 37.000 mutmaßliche Anhänger der Bewegung verhaftet. 100.000 Justiz- und Verwaltungsangestellte sowie Polizisten und Soldaten wurden entlassen und mehr als 150 Medien verboten. Nach Angaben von Menschenrechtlern verletzt die Türkei das von ihr ratifizierte „Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen“. Demgemäß haben Vertreter des US-Konsulats das Recht, inhaftierte amerikanische Bürger zu besuchen.

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