Ein Jahr nach den Versprechen von Facebook tut sich noch zu wenig


Der Facebook-Like-Button. Hier blutverklebt © Mirza Odabaşı
Der Facebook-Like-Button. Hier blutverklebt © Mirza Odabaşı
Fake News, Social Bots, Hackerangriffe: Die Stimmungsmache im Internet wird zur Herausforderung für die Politik. Die hat konkrete Schritte bislang nur gegen den Hass im Netz versucht. Die Bilanz fällt gemischt aus.

Von Corinna Buschow | MiGAZIN

„Ihr Kirchentrolle habt doch den letzten Schuss nicht gehört“, schreibt ein Frank von Kamp in den Kommentaren zu einem Facebook-Post der Diakonie. Er schimpft auf „abscheulich dumme Politiker“ und wirft der Kirche „Hoch- und Landesverrat“ vor. Anlass war eine Aktion im Oktober 2015, bei der die Diakonie für den guten Zweck Armbänder mit der Aufschrift „Refugees welcome“ verkaufte. Nie zuvor hat Stephan Röger, zuständig für die Internetaktivitäten des evangelischen Wohlfahrtverbandes, so viel Argwohn, Häme und Hass auf der Facebook-Seite der Diakonie erlebt.

Die schlimmsten Beleidigungen und Drohungen hat er gelöscht. Röger wacht seitdem mit Facebook auf und checkt zuletzt vorm Schlafengehen die letzten Kommentare. Denn der Hass im Netz hört nicht auf, auch wenn Politik und Internetunternehmen vor einem Jahr Verbesserungen versprochen haben.

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