Inspekteur im Religions-Supermarkt


Hamed Abdel-Samad ist einer der schärfsten Islam-Kritiker im deutschsprachigen Raum. (Peter Wollring/ Knaur Droemer Verlag)
Hamed Abdel-Samad ist einer der schärfsten Islam-Kritiker im deutschsprachigen Raum. (Peter Wollring/ Knaur Droemer Verlag)
Der deutsch-ägyptische Publizist Hamed Abdel-Samad gilt als streitbarer Islam-Experte. Sein provokantes Buch über den Propheten Mohammed sorgte im vergangenen Jahr für Furore. Der Autor schilderte darin auf der Grundlage islamischer Quellen das Porträt eines gewalttätigen Psychopathen. Jetzt hat Abdel-Samad eine Exegese des Korans verfasst.

Von Winfried Dolderer | Deutschlandfunk

Das Positive spart sich der Autor für den Schluss auf. Im letzten der elf Kapitel geht es um das, „was vom Koran übrig bleibt“, wie die Kapitelüberschrift lautet. Hier erfährt der Leser, dass das heilige Buch der Muslime Mahnungen zu Gerechtigkeit, Gleichheit aller Menschen, Achtung vor dem Gesetz, Bewahrung der Schöpfung, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit enthält. Dass der Wert von Bildung und kritischer Reflexion mehr als 50 Mal und das Gebot der Solidarität mit den Armen an 80 Stellen zur Sprache kommen.

Hier ist auch die Rede von der poetischen und melodischen Aura mancher Passagen. Der Autor zitiert aus Sure 59, wo Gott als der Heilige, der Friedensstifter, der Beschützer gepriesen wird, und aus Sure 24, wo es heißt, Allah sei das Licht der Himmel und der Erde.

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