Reicht Islamismus-Verdacht für Kündigung?


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Das Braunschweiger Arbeitsgericht beschäftigt sich derzeit mit zwei Fällen, in denen mutmaßliche Islamisten gegen ihre Kündigungen bei VW in Wolfsburg und Salzgitter Flachstahl vorgehen.

 

Von Henrik Ballwanz | NDR.de

Obwohl die Prozesse nichts miteinander zu tun haben, weisen sie doch Parallelen auf. In beiden Fällen sollen die Männer Mitarbeiter bedroht haben. In beiden Fällen haben die Unternehmen ihnen gekündigt. Und in beiden Fällen sind die Arbeiter vor Gericht gezogen.

Kündigung des Salzgitteraners unwirksam

Sowohl Volkswagen als auch Salzgitter Flachstahl sahen durch die Mitarbeiter den Betriebsfrieden gefährdet und kündigten den Männern. Das ist rechtlich zunächst unproblematisch, sagt Ulf Rogaß, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Braunschweig, NDR 1 Niedersachsen. Wenn es den Verdacht gebe, dass es durch das Verhalten eines Mitarbeiters betriebliche Störungen gebe, dann könne der Arbeitgeber Kündigungen aussprechen.

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