Warum einige Infekte bei Männern schlimmer sind


© CDC Aus Sicht der Tuberkulose-Erreger bieten Frauen ihnen mehr Übertragungswege.
© CDC Aus Sicht der Tuberkulose-Erreger bieten Frauen ihnen mehr Übertragungswege.
Mehr als nur „Männergrippe“: Einige Infekte treffen Männer tatsächlich schwerer – aber warum? Eine ungewöhnliche Erklärung dafür liefern nun britische Forscher. Demnach ist es für die Erreger manchmal schlicht vorteilhafter, wenn sie Frauen verschonen. Der Grund: Diese sind oft die besseren Überträger. Zusätzlich zur normalen Ansteckung geben sie Bakterien und Viren auch bei Geburt und Stillen an den Nachwuchs weiter, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.

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Mediziner beobachten schon länger, dass einige Infektionen bei Männern schwerer verlaufen als bei Frauen. Männer, die mit Tuberkulose infiziert sind, sterben beispielsweise rund eineinhalb Mal häufiger daran. In Mund und Rachen verursacht das Humane Papillom Virus (HPV) bei Männern fünfmal häufiger Krebs als bei Frauen und eine Infektion mit dem Eppstein-Barr-Virus führt beim männlichen Geschlecht doppelt so häufig zu einem Hodgkin Lymphom.

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