Bundesregierung strich heikle Passagen aus Armutsbericht


Die Bundesregierung hat den Armutsbericht in einigen Passagen entschärft.Foto: Friso Gentsch/dpa
Die Bundesregierung hat den Armutsbericht in einigen Passagen entschärft.Foto: Friso Gentsch/dpa
Im Armuts- und Reichtumsbericht wurden laut „Süddeutscher Zeitung“ einige Stellen entschärft. Es geht darum, ob Menschen mit mehr Geld einen stärkeren Einfluss auf politische Entscheidungen haben.

DER TAGESSPIEGEL

Die Bundesregierung hat ihren Armuts- und Reichtumsbericht in einigen Passagen entschärft. Aussagen, ob Menschen mit mehr Geld einen stärkeren Einfluss auf politische Entscheidungen haben als Einkommensschwache, seien in der überarbeiteten Fassung des Berichts gestrichen, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. So fehle zum Beispiel der Satz: „Die Wahrscheinlichkeit für eine Politikveränderung ist wesentlich höher, wenn diese Politikveränderung von einer großen Anzahl von Menschen mit höherem Einkommen unterstützt wird.“ Dies gehe aus einem Vergleich der ersten, vom Bundesarbeitsministerium verfassten Version mit der zweiten Version der Regierungsanalyse hervor, bei dem das Kanzleramt und andere Ministerien mitschreiben konnten.

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