Mehr radioaktive Emissionen


AKW Gundremmingen: Block A (links vorn), Blöcke B und C (rechts). Foto: Felix König / CC BY-SA 3.0
AKW Gundremmingen: Block A (links vorn), Blöcke B und C (rechts). Foto: Felix König / CC BY-SA 3.0
Die Energie- und Klimawochenschau: Von Steuer sparenden Atomkonzernen, großzügigen Berliner Koalitionären, Transportproblemen des Weihnachtsmanns und von nervenden Mini-Fahrern

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Man spart ja, wo man kann. Für gewöhnlich werden Atomkraftwerke einmal Jahr im Rahmen der regelmäßigen Revision mit neuen Brennstäben beladen. Dann stehen die Reaktoren eine Weile still und der Druckbehälter wird geöffnet und allerlei Überwachungs- und Reparaturarbeiten erledigt.

Doch in diesem Jahr hat man sich etwa anderes einfallen lassen. Um möglichst wenig Brennelementesteuer zahlen zu müssen, haben die AKW-Betreiber ihre Reaktoren bei den letzten Revisionen gar nicht oder nur mit so vielen Brennelementen bestückt, dass diese bis zum Jahresende reichen. Dann läuft nämlich nach bisherigem Stand die Steuer aus.

Die Anti-Atom-Kampagne .ausgestrahlt weist darauf hin, dass die AKW-Betreiber auf diese Art Geld sparen wollen und daher nun um die Jahreswende die Reaktordruckbehälter noch einmal zum Nachladen öffnen.

Das sei „eine (…) völlig unnötige zusätzliche Strahlenbelastung der Bevölkerung und ihrer Beschäftigten in Kauf“ genommen werde. Damit werde das im Strahlenschutz geltende Minimierungsgebot verletzt, heißt es bei .ausgestrahlt. Man habe deshalb am Montag bei verschiedenen Staatsanwaltschaften Strafanzeige eingereicht.

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