Bedford-Strohm: Besuch auf Tempelberg zum falschen Zeitpunkt


The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sieht seinen umstrittenen Besuch auf dem Tempelberg und an der Klagemauer in Jerusalem im Nachhinein kritisch: „Rückblickend wäre es besser gewesen, den Besuch an diesem Ort zu diesem Zeitpunkt und in dieser Form nicht zu machen“, sagte Bedford-Strohm dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Von Thomas Schiller | evangelisch.de

Der EKD-Ratschef und sein katholischer Amtsbruder Kardinal Reinhard Marx hatten auf Bitten der muslimischen und jüdischen Autoritäten an den beiden Stätten ihre Amtskreuze abgelegt. Das hatte zu scharfer öffentlicher Kritik geführt.

Die beiden Bischöfe standen an der Spitze einer ökumenischen Delegation vom Rat der EKD und katholischer Deutscher Bischofskonferenz, die im Oktober eine Pilgerfahrt ins Heilige Land zur gemeinsamen Vorbereitung des 500. Reformationsjubiläums im nächsten Jahr unternommen hatten. Dabei besuchten sie den Tempelberg, der unter muslimischer Verwaltung steht, aber auch heilige Stätte für Juden und Christen ist. Im Anschluss waren sie zur Westmauer des Tempelberges, der sogenannten Klagemauer, gegangen, die eine Gebetsstätte der Juden ist.

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