Bioethikerin: „Alle Fakten sind von Menschen gemacht“


foto: picturedesk / science photo library / alfred pasieka Diese Darstellung zeigt die molekulare Struktur des Cas-Proteinkomplexes, mit dessen Hilfe DNA gezielt editiert werden kann. Dadurch können Organismen genetisch verändert werden.
foto: picturedesk / science photo library / alfred pasieka Diese Darstellung zeigt die molekulare Struktur des Cas-Proteinkomplexes, mit dessen Hilfe DNA gezielt editiert werden kann. Dadurch können Organismen genetisch verändert werden.

Die Öffentlichkeit sollte nicht über wissenschaftliche Details informiert werden, sondern über künftige Anwendungen, sagt die Bioethikerin Françoise Baylis

 

Interview Tanja Traxler | derStandard.at

STANDARD: Sie vertreten die Ansicht, dass es wichtig sei, die Bevölkerung stärker in wissenschaftliche Debatten einzubeziehen – warum?

Baylis: Menschen haben meiner Meinung nach das Recht darauf, an Debatten darüber teilzunehmen, wohin sich die Wissenschaft bewegt. Denn letztlich gehört die Wissenschaft uns allen. Dabei müssen wir auch an unserem Verständnis von wissenschaftlicher Kenntnis ansetzen: Oft wird gesagt, wir müssen dafür sorgen, dass Leute die Wissenschaft verstehen. Dahinter steht oft die Ansicht, die Menschen wären derselben Meinung wie die Wissenschafter, wenn sie die Wissenschaft verstehen würden. Ich glaube nicht, dass das der richtige Zugang ist.

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