Hexenkessel rund um den Pol


© AFP Ein Blizzard erreichte vor wenigen Tagen das Sioux-Reservat „Oceti Sakowin Camp“ in North Dakota.
© AFP Ein Blizzard erreichte vor wenigen Tagen das Sioux-Reservat „Oceti Sakowin Camp“ in North Dakota.
Die Polkappen der Erde sind labiler denn je. Tauwetter, Rekordeisschmelze und Wärmestürme sind aktenkundig. Andernorts wüten dafür jetzt Eisstürme aus der Arktis.

Von Joachim Müller-Jung | Frankfurter Allgemeine

Im amerikanischen Norden ist sie seit Anfang der Woche wieder da: die Angst vor lähmender Kälte und dem Polarwirbel – „#Polarvortex“, trillert es im Twitterkanal. Ein Drittel des Landes, praktisch der gesamte Mittlere Westen und der Nordosten, liegen unter einer Schneedecke, Schneestürme toben, die Temperaturen sollen den Prognosen des nationalen Wetterdienstes in der zweiten Welle zufolge zehn bis dreißig Grad unter dem langjährigen Mittel liegen. Zurück damit auch die Erinnerung an die extreme Kältewelle 2013/14, als ein ungewöhnlicher, stationärer Jetstream zum Höhepunkt Anfang Januar dafür gesorgt hatte, dass wochenlang klirrende Kälte und Schneestürme bis an die Grenze der Südstaaten reichten.

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