Polizei muss Kletteraktivistin Schmerzensgeld zahlen


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die Versuche der Polizei, Proteste zu behindern oder zu unterbinden, haben vor dem Landgericht Essen nun einen weiteren Rückschlag erhalten. Die Umweltaktivistin Cécile Lecomte war mit ihrer Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen erfolgreich und ihr wurde nun nach einer jahrelangen juristischen Auseinandersetzung auch ein Schmerzensgeld in Höhe von 400 Euro zugestanden.

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Sie wurde im Mai 2012 von der Polizei rechtswidrig für zwei Stunden in Gewahrsam genommen. Das geschah im Rahmen eines Prostest unter dem angesichts der Jahreshauptversammlung des Atom- und Kohlekonzern E.ON, der in der Gruga Halle stattfand.

Die Polizei war der Meinung, die als „Eichhörnchen“ bekannte Kletteraktivistin gewaltsam aus den Reihen der Protestler ziehen und ihr einen Platzverweis erteilen zu dürfen, weil sie in einem Baum ein Protest-Transparent angebracht hatte. „Kommen Sie da runter!“, hatten die Beamten die Aktivistin damals aufgefordert. Und so heißt auch das Buch, in dem Lecomte Geschichten darüber erzählt, was passiert, wenn die Kletteraktivistin Konzernen wie E.on oder RWE wegen ihrer gefährlichen und dreckigen Atom-und Kohlepolitik aufs Dach steigt.

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