Religion und Gewalt:“Die sozialen Medien sind ziemlich asozial“


Der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck (picture alliance / dpa / Federico Gambarini)
Der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck (picture alliance / dpa / Federico Gambarini)
Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck blickt mit Sorge auf Veränderungen in der Gesellschaft. Es gebe immer mehr Verführungen zu Gewalt – vor allem in den Sozialen Netzwerken. Dort würde eine Form der Sprache benutzt, die vielfach nicht mehr der Würde des Menschen entspreche, sagte Overbeck im DLF. Man müsse wieder eine bessere Kultur des Umgangs pflegen.

Franz-Josef Overbeck im Gespräch mit Jürgen Zurheide | Deutschlandfunk

Jürgen Zurheide: Kurz vor dem vierten Advent möchte man eigentlich innehalten und mit Ruhe auf diese Welt schauen. Allerdings, die Ereignisse sind nicht so, sie sind alles andere als beruhigend – von Aleppo angefangen, worüber wir heute Morgen geredet haben, bis hin zu vielen anderen Dingen, die einen aufregen könnten, die eher mit Hass und mit Auseinandersetzungen zu tun haben, auch vielleicht mit der Frage Religion und Gewalt, gehört da was zusammen oder eben auch nicht. Über all das möchte ich reden mit dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, den ich ganz herzlich am Telefon begrüße. Guten Morgen!

Franz-Josef Overbeck: Es sind Bilder, die einem den Atem verschlagen, weil eine Form von menschlicher Not auf uns kommt, die, weil die so menschengemacht ist, mir immer wieder die Sprache verschlagen, von ganz vielen Menschen. Gleichzeitig zeigen sie das Land, das in der Nähe der Geburtsstätte Jesu liegt, ist wirklich ein Land mitten im Krieg das genaue Gegenteil dessen, was wir an Weihnachten feiern.

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