Dschihadisten fackeln Evakuierungsbusse ab


Am heutigen Montagvormittag New Yorker Ortszeit (10 Uhr) stimmt der UN-Sicherheitsrat über einen Resolutionsentwurf ab, den Frankreich eingebracht hat und aufgrund von Russlands Vorschlägen zu einer Resolution gestern nachverhandelt wurde. Es geht im Kern um die Überwachung der Evakuierung aus Ost-Aleppo unter UN-Aufsicht.

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Witali Tschurkin, der russische UN-Botschafter, wird damit zitiert, dass Russland eine Überwachungsmission unterstützen würde – „wenn sie sorgfältig vorbereitet ist“. Inwieweit der Text, der heute zur Abstimmung vorliegt, dies leistet, geht aus vorliegenden Informationen nicht hervor.

Laut Tass zeigte sich Tschurkin optimistisch. Man habe stundenlang verhandelt, daraus sei ein „guter Text“ entstanden. Über den genauen Inhalt des Textes wird nichts vorab bekanntgegeben. In der Meldung heißt es lediglich, dass im Kompromissvorschlag um die Notwendigkeit ginge, Bedingungen für eine freiwillige und sichere Evakuierung von Zivilisten in den östlichen Zonen Aleppos gehe. Die UN und andere Organisationen hätten eine Aufsichts- und Koordinierungsrolle.

Von anderen Quellen, die sich mit der Arbeit des UN-Sicherheitsrats beschäftigen, wird bestätigt, dass es bilaterale Gespräche zwischen Frankreich und Russland gab. Die UN-Botschafterin der USA Samantha Power äußerte Skepsis, dass Russland zustimmen werde.

Vor der Sicherheitsratssitzung hatte Tschurkin Bedenken geäußert, die ein russisches Veto andeuteten: Der unvorbereitete Einsatz des UN-Personals in einer Gefahrenzone sei nach seiner Auffassung anfällig für eine Katastrophe.

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