CERN: Erstmals Spektrum von Antimaterie analysiert


 Am ALPHA wurde erstmals das Spektrum von Anti-Wasserstoff analysiert. (Bild: Maximilien Brice,CERN)
Am ALPHA wurde erstmals das Spektrum von Anti-Wasserstoff analysiert. (Bild: Maximilien Brice,CERN)
Teilchenforscher haben an einem Experiment in Genf erstmals die Spektrallinie von Antiwasserstoff aufgezeichnet und mit der von Wasserstoff verglichen. Wie im Standardmodell der Teilchenphysik postuliert, stimmen beide überein.

Von Martin Holland | heise.de

Am Kernforschungszentrum CERN in Genf haben Wissenschaftler erstmals das optische Spektrum eines Antimaterie-Atoms analysiert. Innerhalb der experimentellen Beschränkungen habe man in der Spektrallinie von Antiwasserstoff keine Unterschiede zu der von Wasserstoff gefunden – ganz so, wie es das Standardmodell der Teilchenphysik vorhergesagt habe.

In Zukunft soll die Messgenauigkeit des Experiments ALPHA am Antiproton Decelerator des CERN erhöht werden, denn damit habe man nun ein „außergewöhnliches neues Werkzeug“, um zu ermitteln, ob sich Antimaterie anders verhalte als Materie. Auch das Standardmodell könne damit auf seine Standfestigkeit überprüft werden.

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