Der Mann, der Assad zum Sieg verhalf


© AFP Anhänger des Assad-Regimes fahren durch Aleppo und feiern ihren Sieg.
© AFP Anhänger des Assad-Regimes fahren durch Aleppo und feiern ihren Sieg.
Qassem Solaimani ist Irans Meister des Krieges und Stratege in Syrien. Der Kommandeur der Qods-Einheiten kalkuliert eiskalt. Ohne ihn hätte das syrische Regime wohl nicht überlebt.

Von Rainer Hermann | Frankfurter Allgemeine

In Teheran feierte die iranische Führung den „Triumph von Aleppo“. So nannte Ajatollah Mohammad Emami Kashani die Einnahme des Ostens der Stadt durch regimetreue Bodentruppen. Es sei ein Sieg der „Muslime über die Ungläubigen“, wie er die Sunniten und die Extremisten unter ihnen bezeichnete. Der Sieg sei das Ergebnis von „Entschlossenheit und Hartnäckigkeit“. Er hätte auch sagen können, die Einnahme von Aleppo sei Qassem Solaimani zu verdanken, der seit 1998 als Kommandeur die Qods-Einheiten befehligt, die außerhalb Irans eingesetzten Elitetruppen der Revolutionswächter. Als in Teheran Ajatollah Kashani sprach, inspizierte Solaimani den Stadtteil zu Füßen der Zitadelle, die seine Truppen kurz zuvor von den Rebellen erobert hatten, und über der von Sunniten besuchten Omajjaden-Moschee weht eine schiitische Flagge.

weiterlesen