Fracking, Hüpfburg und Castingshowpromi


Schiefergasbohrung in Pennsylvania. Foto: Nicholas A. Tonelli. Lizenz: CC BY 2.0
Schiefergasbohrung in Pennsylvania. Foto: Nicholas A. Tonelli. Lizenz: CC BY 2.0
US-Kommunen verschwenden Geld, das sie von Energieunternehmen zum Ausgleich für Fracking bekommen
 

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Energieunternehmen, die in der Marcellus-Schieferformation in Pennsylvania nach Gas bohren, müssen dafür nicht nur den Eigentümern der jeweiligen Grundstücke, sondern auch dem US-Bundesstaat Geld bezahlen. Diese Abgabe soll in der Theorie dazu dienen, eventuelle negative Folgen für die Umwelt und die Bürger auszugleichen. In der Praxis wird es jedoch oft für „Bratwurstpolitik“ verwendet, wie das NPR-Projekt State Impact PA herausfand.

Pennsylvania leitet den Großteil der Einnahmen nämlich an die Kommunen weiter, auf deren Gebiet gebohrt wird. Anstatt mit diesen Geld Notfallfonds für den Fall von Umweltkatastrophen anzulegen geben es die Lokalpolitiker dort lieber für Maßnahmen aus, mit denen sie potenziell Wähler werben:

In North Strabane veranstaltete man beispielsweise ein 32.000 US-Dollar teures Fest, bei dem alleine die gemietete Hüpfburg 4.250 Dollar kostete. Die Verwaltung von North Strabane rechtfertigte die Ausgaben gegenüber State Impact PA damit, dass die Rechtslage eine Verwendung der Gelder für „Parks und Erholung“ erlaube – und darunter fielen auch Feste mit Hüpfburg, einem 1.200 Dollar teuren Castingshowpromi und einem Feuerwerk.

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