NSU-Prozess: Zschäpes Verteidiger lehnen Gutachter ab


„Antisoziale Tendenzen“: Beate Zschäpe neben ihren Anwälten Hermann Borchert (l.) und Mathias Grasel am Dienstag vor Gericht. Foto: dpa
„Antisoziale Tendenzen“: Beate Zschäpe neben ihren Anwälten Hermann Borchert (l.) und Mathias Grasel am Dienstag vor Gericht. Foto: dpa
Ein Gutachter fordert wegen „antisozialer Tendenzen“ Sicherungsverwahrung für Beate Zschäpe. Deren Anwälte versuchen, die Einführung in den Prozess zu verhindern.
 

Von Christian Gottschalk | Frankfurter Rundschau

Es war ein Tiefschlag für Beate Zschäpe: Die Hauptangeklagte im Münchner NSU-Prozess zeige deutlich „antisoziale Tendenzen“ und mit einer Änderung ihres Verhaltens sei auch nach einer möglichen Haft nicht zu rechnen. Das ist ein Fazit des Gerichtspsychiaters Henning Saß. Sein vorläufiges Gutachten haben die Verfahrensbeteiligten seit Ende Oktober in ihren Akten. Am Dienstag sollte der renommierte Psychiater seine Ergebnisse öffentlich darlegen und erklären, warum er nach einer möglichen Haftstrafe auch noch Sicherungsverwahrung für notwendig hält. Die Verteidigung von Beate Zschäpe hat daran naturgemäß kein Interesse. Und sie kämpft.

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