Anis Amri : Heiße Spur zu Berliner Hasspredigern


Polizeieinheiten suchen am Donnerstag in einem Haus in Dortmund nach dem flüchtigen Anis Amri. Foto: dpa
Polizeieinheiten suchen am Donnerstag in einem Haus in Dortmund nach dem flüchtigen Anis Amri. Foto: dpa
Die Polizei sucht im ganzen Land nach dem mutmaßlichen Massenmörder Anis Amri. Eine Spur führt zu einem polizeibekannten Berliner Moscheeverein.

Von Peter Berger, Regina Kerner, Andreas Kopietz, Anja Reich, Christian Parth | Frankfurter Rundschau

Um vier Uhr morgens wird Maria M. von einem Knall geweckt. Was folgt, hört sich an wie Schüsse, sagt sie später am Donnerstag, „eine ganze Salve“. Als sie ans Fenster tritt, sieht sie schwer bewaffnete SEK-Beamte in einer Rauchwolke auf der Straße stehen. „Fenster zu. Weg vom Fenster“, rufen sie ihr zu. Maria M. stellt sich unter einen Türrahmen. Das hat sie mal gehört, dass man da am sichersten ist, falls es eine Explosion gibt.

Maria M. wohnt mit Mann und Tochter an der Perleberger Straße in Moabit. Im Erdgeschoss befindet sich der Moscheeverein Fussilet 33, bekannt für Kontakte zum IS. Im jüngsten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes wird er als Treffpunkt von Islamisten geführt. Beim Islamunterricht sollen dort Muslime – meist Türken und Kaukasier – für den bewaffneten Kampf der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien radikalisiert worden sein.

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