Die CSU – gar nicht so christlich


Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer.Foto: dpa
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer.Foto: dpa
Die CSU führt sich in der Debatte nach dem Anschlag auf Berlin auf, als sei sie von allen guten Geistern verlassen. Die Drohung von Horst Seehofer an Angela Merkel klingt wie Trotzerei.
 

Von Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Was soll man sagen, wenn eine Partei, die das „C“ für christlich in ihrem Namen trägt, sich aufführt, als sei sie in der Debatte nach dem Anschlag auf Berlin von allen guten Geistern verlassen? Noch dazu der Chef einer Partei, die für sich das „Christlich-Soziale“ in Anspruch nimmt? Zunächst möchte man hoffen, dass – in Anlehnung an eine Formulierung aus dem Paulus-Brief an die Hebräer – durch den Glauben Mauern fallen, Mauern im Denken.

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1 Comment

  1. Was soll daran „unchristlich“ sein? Auf so eine Idee kann wohl nur kommen, wer nicht begriffen hat, wie verbrechenrisch das Christentum ist. Tipp: mal einen Blick in eine Bibel oder auch „Mein Kampf“, ein realistisches Geschichtsbuch oder eine diesbezüglich wenigstens halbwegs seriöse Tageszeitung werfen … Beispiel:

    >>Dabei geht die Gleichstellung der „Fremden“ – etwa, „Der Fremde muss ebenso wie der Einheimische getötet werden, wenn er den Gottesnamen schmäht.“ (3 Mo 24:16) allerdings nicht allzu weit, z.B. bei der Entsorgung von Gammelfleisch, das für Ausländer allemal gut genug ist: „Ihr dürft keinerlei Aas essen. Du sollst es dem Fremden, der in euren Stadtbereichen Wohnrecht hat, zum Essen überlassen oder es einem Ausländer verkaufen. Denn du bist ein Volk, das dem Herrn, deinem Gott, heilig ist.“ (5 Mo 14:21) Fast prophetisch werden in göttlichen Warnungen NPD-Wahlplakate vorweggenommen: „Der Fremde, der in deiner Mitte wohnt, steigt immer höher nach oben, hoch über dich hinaus, und du steigst immer tiefer hinab […] Er wird zum Kopf und du wirst zum Schwanz.“ (5 Mo 28:43f) „Ja, du hast dein Volk, das Haus Jakob, verstoßen; denn es ist voll von Zauberern und Wahrsagern wie das Volk der Philister und überflutet von Fremden.“ (Jes 2:6) Mischehen mit „fremden Frauen“ sind ohnehin ein Frevel: „wir haben unserem Gott die Treue gebrochen; wir haben fremde Frauen aus der Bevölkerung des Landes geheiratet […] So legt nun vor dem Herrn, dem Gott eurer Väter, ein Bekenntnis ab und tut, was er wünscht: Trennt euch von der Bevölkerung des Landes, insbesondere von den fremden Frauen! […] Alle diese hatten fremde Frauen geheiratet; sie trennten sich nun von ihren Frauen, auch wenn sie von ihnen Kinder hatten.“ (Esr 10:2,11,44) „Und jetzt hört man von euch, dass ihr genau dieselbe Untat begeht und unserem Gott die Treue brecht, indem ihr fremde Frauen heiratet,“ (Neh 13:27), es folgt eine Ausweisung, und „So habe ich das Volk von allem gereinigt, was fremd war.“ (Neh 13:30) usw. Da bleibt nur: „Zahlt es den fremden Völkern heim!“ (1 Mak 2:8) „Gegen einen Ausländer darfst du mit Zwang vorgehen.“ (5 Mo 15:3)<< http://antitheismus.de/archives/202-Weltgebetstag-2013.html

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